Pressekonferenz Stern Combo Meißen  17.07.2008 - Erkner

17.07.2008  Erkner  Stern Combo Meißen - Pressekonf.

Konzerte

Bericht & Fotos  Sabine & Peter

 

SCM

 

Peter

 

Es ist nur knapp 4 Tage her, als die Öffentlichkeit von den gravierenden Personal Veränderungen der Stern Combo Meißen erfahren hat. Völlig überraschend waren IC Falkenberg, Michael Behm, Alexander Procop und Frank Nicolovius somit über Nacht nicht mehr Bestandteil der gestandenen Band aus Meißen.

Wenige Wochen zuvor wurde erst das geplante Projekt „Stern Meißen akustisch“ in der „Melodie & Rhythmus“ angekündigt, dort noch offiziell mit erwähnt der Bandgründer Martin Schreier. Es lag nahe, das beide Vorgänge in unmittelbarem Zusammenhang stehen müssen. Im Internet, in diversen Gästebüchern und Foren las man nun kontroverse Meinungen zu diesem Vorgang, wobei einiges unter der Gürtellinie und völlig unsachlich gelagert ist.

Vielleicht waren diese sehr krassen Meinungsäußerungen mit ein Ausschlag, dass der Manager Detlef Seidel zu einer Pressekonferenz mit Kurzkonzert kurzfristig nach Erkner einlud. 

Wir haben uns auf den Weg gemacht, wollten wissen, was wirklich los ist und waren natürlich sehr neugierig auf die musikalische Umsetzung der Stern Titel mit einer sehr veränderten personellen Besetzung.

Doch nicht viele Medienvertreter schien das Thema zu berühren. Nur wenig Interessierte waren vor Ort. 

Nach einer kurzen Einführung durch Detlef Seidel erklang ein Statement aus der Konserve von Reinhard Fißler, der in meinen Augen neutral und sachlich der umformierten Formation Glück und Erfolg zu ihrem weiteren Weg wünschte.

 
 

In dem darauf folgenden Kurzkonzert, was mit voller PA und auch Licht , also einem hohen technische Aufwand, absolviert wurde, erklangen in der neuen Stern Combo Besetzung 4 Titel ganz live ( Die Sage, Stundenschlag, Also was soll aus mir werden, Wir sind die Sonne ).

Auf der Bühne standen  Thomas Kurzhals (keyb) / Frank Schirmer (dr) / Axel Schäfer (bg) ( Eghard Schumann (keyb) / Norbert Jäger (perc) / Larry B. (voc) und auch kurz Martin Schreier (voc).  

Positives Fazit: Die Titel klangen anders, trotzdem- wie sich später im Gespräch herausstellte, keine neuen Arrangements geschrieben wurden – ja, wie auch ? Angeblich probt die Band in dieser Besetzung erst 14 Tage. Vielleicht entsteht dieser in dieser Beziehung positive Eindruck aber auch durch den Einsatz der Original Instrumente aus den 70`er Jahren durch Thomas Kurzhals.

Die gravierenste Änderung macht sich aber im Gesang bemerkbar. Larry B., der schon in den 90`er Jahren beim letzten Album von Karussell sein Markenzeichen gab, versucht nun mit seiner Stimme die Lieder der Band auf seine Art und Weise zu interpretieren. Nach unserer Auffassung, das ist ok, aber nichts was einen vom Stuhl reißt. Auch möchten wir an dieser Stelle der Band empfehlen, mit der Liederauswahl aus den 80`ern sehr vorsichtig zu sein, denn die Stimme von Larry B. ist in den Songs von IC Falkenberg einfach fehl am Platz und passt nicht. Doch dies, wie generell überhaupt, ist eine ganz persönliche Auffassung.

Auch die Rhythmusgruppe hat nicht den Drive vom Zusammenspiel eines Michael Behm und Alexander Procop, daran wird man noch sehr arbeiten müssen. 

Nach dem Konzert standen die Musiker Rede und Antwort. Darauf jetzt im Detail einzugehen, wäre Fehl am Platz. Uns fielen einige Ungereimtheiten aber doch auf, denn die Antworten auf zielgerichtete Fragen bezüglich IC Falkenberg, dem warum und wieso, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Martin Schreier machte bei all dem keine gute Figur. Überzeugend dagegen für uns Thomas Kurzhals, bei dem man spürte, das es ihm um die Musik geht, um das Weiterkommen der Band. Es bleibt zu hoffen, das er seine angekündigten Aktivitäten bezüglich neuer Titel schnell in die Tat umsetzen kann.

Sehr störend und völlig unpassend empfanden wir die Reaktionen von Norbert Jäger bezüglich des schon erwähnten Stern Meißen Akustik Projekts. Seine unsachlichen Zwischenapplaudierungen und Bemerkungen bei diesem Thema haben uns in Sachen Fairniß und Objektivität sehr ins Grübeln gebracht. Irgendwie passt das alles nicht für einen Neuanfang, der ja alle, die Band und das Publikum, weiterbringen soll.

   
 
   
 
     

Sabine

 

Meine erste Pressekonferenz. Ich war daher sehr gespannt, kenne so etwas ja nur aus dem Fernsehen. Mein erster Eindruck, nachdem ich aus dem Auto ausgestiegen bin, - wir sind hier falsch, obwohl der Lkw von Stern Meißen Combo davor steht. Wir stehen vor einem Gebäude, irgendwie sieht es aus wie eine große Garage, von der das Tor halb offen ist. Aber darüber steht der Name „LIMAX“, also sind wir doch am richtigen Ort. 

Als man uns eintreten sieht, werden Peter und ich schon gleich von Herrn Detlef Seidel erkannt und freundlich begrüßt. Ich habe mehr Menschen dort erwartet, es sieht aus wie ein Kino, auch mit diesen Sitzbänken auf verschiedenen Etagen, nur dass vorne eine Bühne aufgebaut ist.

Nun zum Thema. 

Eine kurze Ansage von Herrn Seidel und eine kurze Mitteilung und Glückwünsche für die Band von Reinhard Fissler werden eingespielt. Dann beginnt die Gruppe mit Ihrem Auftritt, nachdem das Hallenlicht gelöscht ist und die Bühnenbeleuchtung eingeschaltet ist.

 
 

Gute Musik, klar, aber anders als das, was ich erwartet habe. 

Der Sänger ist gut, keine Frage, aber er hätte auch  in jeder anderen Band singen können. Eine Stimme, die ich eigentlich mit vielen anderen Sängern vergleichen kann, zum Beispiel fiel mir prompt der Sänger der Gruppe BERLUC ein. 

Selbstverständlich will ich neutral bleiben und lausche und beobachte. 

Wieder sage ich  mir, gute Musik, aber…Stern Combo Meißen hat einen Namen und ich bin der Meinung, da passt etwas nicht.

Ich denke darüber nach, was ich denn erwartet habe und weiß, ich habe eine andere Stimme erwartet. Eine Stimme, die sofort auf Stern Combo Meißen schließen lässt. Ich möchte auch keine Imitation von Reinhard Fissler, nein, aber eben etwas anderes. 

Ich muss allerdings nun daran denken, dass mir Anna bei der Gruppe Silly zu Anfang überhaupt nicht rein ging. Heute bin ich von ihr begeistert.

Also erst mal die nächsten Songs abwarten, was meine erste Meinung dann allerdings doch bestätigt.

Denn nun wird das Lied von IC Falkenberg gespielt – „Wir sind die Sonne“ – und jetzt bin ich mir sicher, dass diese Stimme nicht passt. Man könnte mir vorwerfen, dass ich nun mal das Lied von IC kenne und vielleicht etwas voreingenommen bin. 

Aber ich bleibe bei meiner Meinung – Guter Sänger – aber unpassend für diesen Stil.

   
 
     

Optisch ist diese Band für mich auch irgendwie enttäuschend, sie stellt für mich nicht mehr Stern Combo Meißen dar. 

Ok, ich bin Wessi, aber diese Band war einer mit der ersten die mir Peter nahe brachte und die bei mir zu Hause täglich lullerte. Dann standen sie Rede und Antwort. Nein, nicht „SIE“, es antwortete eigentlich fast nur Martin Schreier.

Direkte Fragen einer Reporterin an den Rest der Band wurden meiner Auffassung nach dann doch vom Sänger unsicher beantwortet? Der Rest schwieg die meiste Zeit. 

Zwischenzeitlich hatte sich Norbert Jäger zu uns links in die Sitzreihe gesetzt, wobei ich nun auch bemerke, dass Michael Behm rechts neben mir sitzt. Und ich erlebe nun etwas, was mich anwidert.

 
  Denn bei Schreiers Erklärungen zu dem Musikerwechsel kommt jedes Mal ein energischer, Schreiers Worten unterstützender Applaus von Norbert Jäger, speziell zum Thema IC Falkenbergs Entlassung klatscht er wieder vor Freude in die Hände.

Martin Schreier erklärt weiter für uns Anwesende wie Alles so entstanden ist und nun kann sich Michael wohl nicht mehr zurück halten und ruft nach unten, dass Martin Schreier bitte bei der Wahrheit bleiben soll.

Ich fühle mich nicht wohl bei Alldem, geht auch anscheinend nicht nur mir so und alsbald kommen auch keine Fragen mehr, ich habe den Eindruck, dass es jedem Gast wie mir geht, - nämlich – Dieses Schauspiel möge bitte ein Ende nehmen.

 

Die meisten Reporter sind dann auch nicht mehr zu sehen und auch Peter und ich verlassen die Sitzreihe.

Ich bemerke, dass Peter noch einige Worte mit dem Thomas Kurzhals wechseln möchte und halte mich abseits, versuche noch Fotos zu machen und auch das gerade Geschehene noch mal Revue passieren zu lassen.

Gedrückte Stimmung, nicht nur bei mir, es scheint vielen so zu gehen. Nachdem Peter sich wieder zu mir gesellt, entscheiden wir, noch eine Zigarette vor dem Tor zu rauchen, bevor wir unsere Heimreise antreten. 

Auch einer der letzten Reporter ist der Herr von der  "Melodie & Rhythmus", den ich dann doch noch im Vorbeigehen fragen muss, wie er denn das Ganze von eben empfunden hat und er drückt es mit den Worten aus …..“War Alles sehr komisch“! 

Ja, DAS war es tatsächlich.

gez. Sabine ... MIT DEM MUT ZUR WAHRHEIT ...