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18.02.2006 Cottbus Rockhaus |
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Konzerte |
Bericht Jens Kurze / Fotos Peter |
Rockhaus |
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In den Ohren pfeift es immer noch und ich bin heiser vom Mitsingen – aber das ist völlig okay, ich war am Samstag beim Konzert von Rockhaus. Und wo wart ihr ? Das Cottbusser Gladhouse war – vorsichtig formuliert – nicht gerade ausverkauft ... Mit 40 Minuten Verspätung wegen einer Filmveranstaltung im benachbarten Saal ( hätte man das nicht im Vorfeld abklären und den Beginn offiziell nach hinten verlegen können ? ) begann ein über 2-stündiges Feuerwerk, dargeboten von 5 Musikern, die vor Spielfreude geradezu explodierten. Rockhaus gehörte in vor allem in den letzten Jahren der DDR für mich zu den interessantesten live-Bands mit wirklich ansprechenden Titeln, und dieser Eindruck hat sich auf der kurzen Reunion-Tour nachhaltig bestätigt. |
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Es war zu spüren, dass hier ehemalige musikalische Partner frei von Hitparaden-Zwängen oder kommerziellem Druck einfach noch einmal miteinander Spaß haben wollten ( siehe auch „Lausitzer Rundschau“ 31.1.06 ). Zu hören oder besser zu erleben gabs Material der letzten 3 Alben, also Musik von 1988 bis 1993. Logisch, dass Hits wie „Bleib cool“ oder „Mich zu lieben“ vom Publikum begeistert mitgesungen wurden. Ein bestens aufgelegter Mike Kilian sang sich die Seele aus dem Leib und war sowohl mit witzigen Wortspielen (wir wissen jetzt, was Rockhaus ohne Keyboarder wäre oder wie sich Gitarristen Rückenbeschwerden einfangen) als auch mit nachdenklichen Anmoderationen (viele Titel sind nach wie vor aktuell, das ist gut so, bei manchen ist es das aber leider nicht – es folgte der Titel „Die Reichsadler fliegen wieder“) ein Frontmann im besten Sinne. |
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Gitarrist Reini und Keyboarder Beathoven verrichteten ihre Parts souverän und ohne große Mätzchen, Bassist Maxe brachte mit Mandoline oder Blasharmonika ungewohnte Klänge ein, und Heinz am Schlagzeug ist ja nicht nur auf der Bühne der Motor des Unternehmens. Sehr wirkungsvoll in all der Power-Party war die unplugged-Version von „Bärbel“, nur Gesang und 2 Akustik-Gitarren. So habe ich diesen Titel noch nie gehört, und so gut wie am Samstag hat er mir auch noch nie gefallen. Der Mega-Hit „I.L.D.“ kam erst im Zugaben-Block und wurde von allen im Saal mit Inbrunst mitgesungen, auch von Toni Krahl von City, der sich „wie früher Rockhaus mal wieder reinziehen“ wollte. Wir Älteren überprüften unsere Textsicherheiten, und viele Jüngere entdeckten eine der agilsten live-Bands vielleicht neu. Die Musiker gingen sichtlich zufrieden von der Bühne – und sahen die zahlenmäßig geringe Publikumszahl ganz locker . Mike Kilian sagte mir nach dem Konzert: ist doch egal, Hauptsache die, die da waren, hatten eine tolle Party. Stimmt ! Und in den Ohren pfeift es immer noch und ich bin heiser vom Mitsingen ... |
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