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City am 19.07.2008 in Sömmerda |
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Konzerte |
Bericht und Fotos: Kerstin... vielen Dank |
City |
| ( mit einer aktuellen Betrachtung zu den Geschehnissen bei der SCM ) |
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Am PC noch ein paar Konzertvorbereitungen für das heutige Ereignis. City in Sömmerda. Schnell noch mal nachsehen, ob nicht wieder was abgesagt ist. Doch da: bei Peter gibt es unter den Neuigkeiten einen Bericht über die Pressekonferenz von Stern Meißen in Erkner. „Was hat SCM Neues zu vermelden?“ Neugier macht sich breit. Und dann trifft mich fast der Schlag. „…gravierende Personalveränderungen – … „Wie jetzt? … „Völlig überraschend waren IC Falkenberg, Michael Behm, Alexander Procop und Frank Nicolovius somit über Nacht nicht mehr Bestandteil der gestandenen Band aus Meißen.“ Das ist doch wohl nicht zu glauben! Und schon ist unser heutiges Citykonzert erst einmal in den Hintergrund getreten. Jetzt muss ich im Internet recherchieren, um mehr zu erfahren. Die Gästebücher von Stern Meißen und IC Falkenberg geben noch nicht viel zu den Hintergründen her, aber eines ist mir schlagartig klar: Der Zoff zwischen SCM der alten Garde und SCM der achtziger Jahre scheint wieder aufgebrochen. Zumindest äußern sich die entsprechenden Fans so und zum Teil sehr daneben. Wir haben gerade erst das Konzerterlebnis in Meißen für uns verarbeitet und dann diese Hiobsbotschaft. Nun wird uns natürlich auch so manche Frage, die nach dem Meißenkonzert geblieben war, klar. Deshalb also Reinhard noch einmal bei einem Konzert seiner Sterne, deshalb Detlef Seidel so genervt und völlig anders zu den Fans, als wir ihn kennen. Deshalb die heftigen „Späße“ auf der Bühne. Norbert erschien uns schon an dem Tag etwas „daneben“. Allmählich rundet sich das Bild. Schade, dass ausgerechnet die Band, der wir seit 1997 ständig hinterherfahren, die uns in der Art, wie sie all ihre kritischen Probleme gemeistert hat, begeistert; nun diesen Zusammenbruch erleben muss. (Kann man das nur mit der besonderen Mentalität von Künstlern erklären? Irgendwie will ich das nicht wahr haben. Oder haben die Umgangsformen der Ellenbogengesellschaft auch bei SCM Fuß gefasst? Geht es nicht mehr um die Musik, um die Darstellung und Gestaltung, um die Fans? Geht es nur noch ums Geld und persönliche Animusitäten?) Dass IC Falkenberg in der Zeit, als Reinhard Fissler ausfiel, als Ersatz einstieg und Stern Meißen die nächsten Auftritte rettete, wusste jeder. Dass er in Meißen und Umgebung keinen Anklang findet, hat jeder miterlebt. Dass er nun nach vier Jahren „seine Schuldigkeit getan hat“, ist nicht richtig nachzuvollziehen. Er wird seinen Weg auch ohne SCM gehen, das ist sicher. Aber dass man nun auch noch die besten Leute bei Stern „rauswirft“? SCM ohne Alex und Micha Behm? Frank Nicolovius war der nur gut genug, als es Thomas Kurzhals plötzlich vorzog, bei Stern Meißen auszusteigen, ihn zu vertreten. Und nun ist auch er zuviel? Ein doch fragwürdiges „Geschäfts“gebaren. Vielleicht tun die vier sich ja nun zusammen, wäre doch eine klasse IC Falkenberg-Band! Gut, das muss der Fan wohl einsehen, dass es bei manchen Gruppen eben doch immer wieder Veränderungen gibt. Aber `was soll aus Stern Meißen werden´, wenn sie nun Hits wie „Nächte“, „Was fang ich an“, „ich bin frei“, „Was soll aus mir werden“ oder „Wir sind die Sonne“ nicht mehr singen und spielen können, denn das sind ja Falkenberg-Titel? Und wenn Ralf Schmidt sich die Rechte darauf sichern wird, ist das doch mehr als nur verständlich. (Kapitalismus eben!) Sicher bin ich nun doch emotional sehr hoch gekocht und dadurch etwas unfair, aber es ist die Trauer, die Besitz ergreift. Schade, wir haben schon die schönsten Ideen für den 45. Geburtstag entwickelt und am Ende steht doch nur: „Denkste, das wird es alles nicht geben!“ Schauen wir, was die Zukunft bringt. Und es wird wohl auch eine Teilung der Fans unausweichlich werden. |
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Also fahren wir doch ganz schön emotional aufgeheizt zum heutigen Citykonzert. Dort erwartet uns gleich die nächste Überraschung. Pünktlich zum Einlass sind wir da. Alles prima. Noch was getrunken und gegessen und gegen 19:00 Uhr beginnt Musik und ein DJ versucht es mit einem kleinen Programm. Aber wir denken, wir hören nicht richtig. City beginnt erst 21:00 zu spielen. Also erwartet uns nun zwei Stunden Musik aus der Konserve. Da verfinstert sich sogar der Himmel: Ein Gewitter zieht auf, bringt schwarze Wolken mit und die entladen sich genau über uns. Natürlich sind die Zuschauer auf dieses Wetter eingestellt. Also überstehen wir den Regenguss. Pünktlich um 21:00 Uhr bricht ein zweites Gewitter los: dieses Mal aber auf der Bühne. City gibt alles, wie immer. Perfekt bis zum kleinsten Detail. Das macht einfach immer wieder nur Spaß. Und schnell ist der Ärger über die unnötige Warterei vergessen. |
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Die neuen und alten Hits werden einfach zelebriert. Klaus „General“ Selmke am Schlagzeug liegend; natürlich hat er auch heute wieder Geburtstag. (Wie alt mag er nur wirklich sein, der arme?); Joro und seine Geige dürfen nicht fehlen; Manfred Hennig streichelt das Keyboard; die „Gitarre mit Hut“, Fritz Puppel, hält alles zusammen und Toni Krahl mit seiner unverwechselbaren Stimme, setzt dem Ganzen die Krone auf. Das Repertoire ist ungeheuer breit gefächert von „Amerika“ bis ans „Fenster“, vom „King vom Prenzlauer Berg“, „Wand an Wand“, über „z.B. Susann“; „Noch´n Bier“, „Casablanca“ und „Glastraum“ natürlich auch, bis hin zu „Tamara“, „Weil die Erde eine Kugel ist“ sogar „Sieben Tage lang“ und natürlich auch „Yeah, yeah, yeah“ und „Wer weiß?“ Es macht einfach immer wieder nur Spaß, die älteren Herren in ihrem 36. Jahr zu erleben. (Nachtrag: Ohne Ärger und Stress im Hintergrund. ?/!) Und auch das Wetter spielt schließlich noch weitgehend mit. Es tröpfelt zwar zum Ende hin, aber das stört nun niemanden mehr. Auf dem Heimweg werden wir dann von den Merseburgern „Keimzeit“, nein von ihrer Musik vom Band, begleitet und auch wenn „bloß von hier weg, so weit wie möglich.“ nicht ganz passt, singen wir es lauthals mit. Fazit: Ein Konzert, das mich für einige Stunden meinen Ärger über die SCM-Neuigkeiten vergessen lässt. Ein wunderbares Trostpflaster. |
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