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Bernd Nitzsche & Band 20.05.2006 Hoyerswerda |
| Bericht Jens Kurze |
| Foto mit freundl. Genehmigung von B.Nitzsche |
Fernseher aus – Sternschnuppen an !
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Ist das wirklich schon wieder
fast 8 Jahre her, dass einer der für uns wichtigsten Menschen dieser
Region aus seiner Umlaufbahn gerissen wurde ? Als Gundi 1988 urplötzlich
verstarb, hinterließ er ein Lücke, die keiner mehr füllen konnte – und
unzählige Lieder und Texte. Wie kaum ein Zweiter erfasste er
Befindlichkeiten und Besonderheiten der Lausitzer, konnte Träume und
Wünsche beschreiben, hat einen unglaublich großen Fundus an Songs
hinterlassen, die einfach zeitlos sind.
Viele von uns lebten und leben mit diesen Liedern, wir haben sie in unseren CD-Regalen oder spielen sie in unseren eigenen Programmen... |
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Umso gespannter war ich auf das neue Projekt von Bernd Nitzsche, dem langjährigen musikalischen Wegbegleiter von Gundi, der sich mit positiver Besessenheit dafür einsetzt, dass Gundis Erbe weiterleben kann. Ein Blick auf die Homepage der Band überraschte mich, denn ich fand durchweg bekannte Gesichter: sie besteht aus Mitgliedern der Cottbusser Bands Platvorm und Turning Point. Diese Besetzung ließ erwarten, dass es diesmal recht kraftvoll zur Sache gehen sollte.
In der gut gefüllten Kulturfabrik Hoyerswerda gab es dann auch 3 Stunden was auf die Ohren - und direkt ins Herz. Bernd Nitzsche erlag nicht der Versuchung, Gundermann zu kopieren, weder im Gesang noch in der Moderation. Hier waren wirklich eigenständige Versionen zu hören, die durchaus ihren Reiz hatten. Mit einem souveränen Power-Block an seiner Seite zeigte Bernd, dass Gundermann – wie sein Vorbild Bruce Springsteen – neben den leisen Liedern durchaus eine Rocker-Seite hatte und verlieh Liedern wie „Einsame Spitze“, „Spricht der Teufel“ oder „Grüne Armee“ neue Farben. Absolut überzeugend : „ Die Schwarze Galeere“ und „Engel über dem Revier“. Die Musiker waren mit sichtbarer Spielfreude bei der Sache, wenngleich weniger manchmal mehr ist. Nicht jedes Lied brauch ein Gitarrensolo, und nicht jedes Solo sollte die gleiche Soundeinstellung haben...
Dieser Abend tat einfach gut – ohne weinerliche (N)ostalgie sang sich jemand die Seele aus dem Leib, und hatte ein altersmäßig sehr gemischtes Publikum im Saal, das bereit war, zu nehmen und zu geben. Im Zugabenblock kam dann auch das heftig eingeforderte „Hoywoy“ – klar Bernd, it‘s your Heimspiel !
Mehr davon !!!! Meine Damen und Herren Musikredakteure – es gab und gibt deutschsprachige Lieder, die man durchaus im Tagesprogramm spielen kann. Und viele von denen habe ich gerade wieder mal gehört.
Am Freitag sind Bernd Nitzsche & Band an der f60 in Lichterfeld zu erleben ( präsentiert von der Lausitzer Rundschau ).
Ob Neuling oder Gundermann-Fan : gönnt euch diesen Abend, er wird euch gut tun !