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Mit den Prinzen ist die Welt in Ordnung Einen Tag nach dem Tag des Scherzes gastierte Leipzigs wichtigste Band mal wieder in Thüringen. Es gehört schon zum guten Ton, dass das Quintett auf seinen Tourneen auch immer in Ländle Station macht, denn hier gilt es Bratwürste und Klöße zu verdrücken. Bis zum Konzert in der Messehalle hatten die Prinzen alles verdaut und bestimmt auch abtrainiert, man wollte ja mit ganzem Elan und purer Lust die besten Hits aus 20 Jahren präsentieren. Ach, was war das für ein singen und fröhlich sein. Wer die Prinzen besucht, ist textsicher und weiß bereits nach den ersten Tönen welcher Song nun kommt. Mitgebracht hatten die Jungs aus dem Sachsenland von „Mann im Mond“ über „Vergammelte Speisen“ bis zu „Alles nur geklaut“ alles, was Spaß und Laune macht und gut verdaubar ist. Ab und zu wurde ein bestens bekannter Song etwas umgemodelt und das verhinderte Paar„Gabi und Klaus“ bekam endlich sein Happy End: Sie fanden nach 20 Jahren, falscher Heirat und einer folgenden Scheidung endlich zueinander. Die Prinzen zeigten so, dass in der Liebe doch noch alles gut werden kann. Ganz intensiv und geradezu zum mitsingen zwang der Hit „Bombe“, den Sebastian Krumbiegel mit großer Inbrunst präsentierte und keinen Zuschauer mehr ruhig stehen ließ. Neben ihm und dem ebenfalls gut aufgelegten Tobias Künzel kamen aber auch die anderen drei „Chorknaben“ zu ihren Solosongs. Besonders Jens Sembdner zauberte auf manches Besuchergesicht einen staunenden Ausdruck, denn so tief und rau hatte man ihn noch nie gehört. Sein „Locker bleiben“ erzeugte Gänsehaut und zwang so richtig zum zuhören. Und alles dann noch locker und vergnügt der eher etwas ruhigere Henri Schmidt sein „Sinnloses Lied“ schmetterte, war bei den Prinzen-Fans die Welt voll in Ordnung. Bis hin zu den Zugaben ging es weiter mit „So viel Spaß für wenig Geld“, „Frauen sind die neuen Männer“ und dem sehr aktuellen „Deutschland“. Die vorgetragenen neuen Lieder, wie „Wir halten durch“ und „Schöne neue Welt“ wurden von allen wie alte Bekannte gefeiert und vollständig mitgesungen. Nur bei „Hasso (Mein Hund ist schwul)“ blieben die Fans fast still, denn hier war nur zuhören richtig, um den Spaß nicht zu verpassen. Nach 90 Minuten Feierzeit rückte das Ende immer näher, es galt sich Zugaben zu erklatschen. Musiker und Publikum konnten dabei schön zufrieden sein, da es vier an der Zahl wurden: „Küssen verboten“, „Es war nicht alles schlecht“, „Millionäre“ und schließlich „Ich schenk dir die Welt“. Wer die Prinzen beim Konzert besucht, bekommt zwei Stunden tolle Musik, gute Laune und viel zum mitsingen geboten. Mehr braucht Mensch nicht. |