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Konzert 05.02.2010 Frank Schöbel in Gotha |
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Konzerte |
Bericht & Fotos Thomas Behlert |
Fr. Schöbel |
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Hits purzelten nur so aus den Boxen Man hätte schon ganz gerne gewusst, was Frank Schöbel für ein Kraut raucht, was er alles so am Tage tut, so dass er am Abend wie der Bruder seiner Tochter aussieht. Mittlerweile steht der 1942 in Leipzig geborene Schlagersänger seit 48 Jahren auf der Bühne und ist kein bisschen komisch. In Gotha stellte „Frankie“, wie ihn seine Freunde und Fans immer noch gerne nennen, sein neues Programm „Hautnah“ vor. Das bedeutete einfach nur, dass alle ihn ganz nah erleben konnten und er sich sogar auf Gespräche mit dem faszinierten Publikum einließ. Im Kulturhaus befanden sich viele Frauen die Frank Schöbel zu ihrem Helden zählen, bei dem sie vor vielen Jahren sogar auf den Tischen standen und bei den ewigen Hits verzückt mitsangen und die kurzen Röcke im Takt schwangen. Die Männer mussten (oder durften) zuhause bleiben und sich dem Haushalt widmen. Die Frauen sangen derweil fröhlich mit und standen sogar am Ende der Show zwischen den Sitzreihen. Frank präsentierte alles, was die Zuschauer begehrten: Er nahm sie mit auf eine Zeitreise durch die Jahre. Alles begann mit dem ruhigen „Leerer Strand“, ein Musikstück von Chris Doerk, das sie für den Film „Reise ins Ehebett“ um ein irisches Volkslied gestrickt hatte. Es gab danach keinen Song, den man nicht kannte, den jeder mit pfiff, sich an die Textzeilen erinnerte und den Refrain sogar beklatschte. Zwischen den musikalischen Momenten erzählte Schöbel aus seinem Leben. So berichtete er verschmitzt, dass er mit dem Lied „Sprache der Liebe“ sogar im Japan einen Preis erhielt. Da in der Jury angeblich 50 Hausfrauen saßen, war es wohl zu erwarten gewesen. Die anschließende neue Variante hätte die Schürzenträger wohl in die Flucht getrieben, denn die Musiker veränderten ihn zu einer harten Variante, der an Rammstein erinnerte und aufzeigte, dass FS weiß „was läuft“, was so in den MP 3-Playern gehört wird.
Das spaßige „Mit uns könnses ja machen“, wo bereits lange vor Sido die Maske in die populäre Musik eingeführt wurde, das mit frischen Blumen belohnte Wanderliebeslied „Ich geh vom Nordpol zum Südpol“ und schließlich als Zugabe der größte DDR-Hit aller Zeiten: „Wie ein Stern“. Glücklich und mit einer persönlichen Widmung im lange aufbewahrten Poesiealbum traten die Fans den Heimweg an, wo bestimmt schon etwas eifersüchtig der Ehepartner wartete. |
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