| Kurz nach 22 Uhr war
es dann soweit. Von der ersten Minute bestimmte Musikzierlust,
gute Laune, Kontaktfreudigkeit mit dem Publikum und natürlich
super guter Musik das Konzert. Mit einer wahren Magie und
ehrlicher Ausstrahlung gelang es Petra Zieger fast umgehend den
Draht zu den Gästen vor der Bühne herzustellen. Wirkungsvoll ihr
Zugehen auf die "noch" passiv ausharrenden Zuhörer am Anfang des
Konzerts. Diese direkte Art, diese Offenheit vermisse ich bei
vielen ihrer anderen Kollegen aus der Ostrockszene.
Es erklangen ihre Klassiker wie
"Traumzeit" oder "Superfrau" gleichberechtigt mit Titeln ihrer
jüngst erschienen CD "Nimm mich" . Für mich an diesem
Abend am Nachhaltigsten "Das
Eis Taut", "Vermisst" und "Der Himmel schweigt".
Eine ausgezeichnete
Sprachverständlichkeit brachte die Inhalte der Songs nachhaltig
rüber, ein ganz wichtiger Fakt, denke ich. Für mich generell
imponierend eben die Texte, sie behandeln Friedensthemen genauso
wie zwischenmenschliche Beziehungen, wobei nie ein Abrutschen in
standardisierte Klischees erfolgt.
Zwei Titel habe ich vermisst -
"Fünf Minuten" und "Übermut" - doch wie sagte Peter Taudte nach
dem Konzert zu mir, die Auswahl bei der Fülle an Titeln fällt sehr
schwer - ich kann es nachvollziehen.
Nach dem Konzert hatte ich die
Gelegenheit ( danke Corina ) mit den Musikern sehr ausführlich zu
sprechen, Meinungen auszutauschen und das nicht nur über die
Musik. Es war wohltuend und einfach nur ehrlich. |