Ostrock in Klassik - Berlin Wuhlheide  11.09.2010  (1)

Konzerte

Bericht: Susanne, Heike (City Fanclub Grenzenlos) & Peter

Ostrock in Klassik

Fotos: Susanne

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Offiziell sind die Ost-Rock Klassik`s ein seit 2007 bestehendes Musikprojekt, in dem Bands und Musiker der Pop- und Rockszene der ehemaligen DDR ihre alten und neuen Hits mit klassischem Orchestersound interpretieren. Aber tatsächlich ist es ein großes Open-Air-Festival und wer noch nie dabei war, der hat etwas verpasst. Das Auftaktkonzert Ostrock Klassik 2010 in der vierten Auflage war schon etwas Besonderes.
 
 

Bei besten äußeren Bedingungen fanden sich in der gut gefüllten Wuhlheider Arena tausende interessierte Anhänger zusammen, um diesem besonderen Konzert beizuwohnen.

Was dann auf der Bühne kam war eine so abwechslungsreiche Musikmischung, dass es zu keinem Zeitpunkt ein entspanntes Durchatmen gab.

Alle Beteiligten sprühten vor musikalischer Spiellaune und gaben dem Publikum das Gefühl des Miteinanderagierens, was nicht immer üblich ist.

 

Mit dem bewährten Babelsberger Filmorchester, unter Leitung von Enrique Ugarte, welches wirkungsvoll und gekonnt ohne Dominanz den gesamten Abend agierte, ging es Schlag auf Schlag. Rockhaus, Renft, Tino Eisbrenner, Karat, Angelika Mann, Pankow, Silly, Laura & Günther Fischer, Electra, CITY, Dirk Michaelis und die Puhdys - wann und wo kann man so ein kompaktes Angebot mal live erleben? Karat und Silly waren nur bei diesem Auftaktkonzert zu sehen und zu hören und schon deshalb war es schön gerade in der Wuhlheide dabei gewesen zu sein.

Rockhaus eröffnete den musikalischen Reigen mit „Mich zu lieben“ aus dem Jahr 1989, gefolgt von dem ehemaligen Nr. 1-Song und Dauerbrenner „I. l. d.“, wunderschön untermalt von den Musikern aus Babelsberg. Auch „Bleib cool“ ertönte noch in dieser besonderen Konstellation. Mit den Worten „Es tut so gut“ verabschiedeten sich Rockhaus und Mike Kilian sagte die nächste Band an:

Renft startete mit einem großen Titel, der die Ost-Rock Klassiks zu jeder Zeit begleitet hat: „Wer die Rose ehrt“. Mit den nachfolgendem „Zwischen Liebe und Zorn“ und dem Klassiker „Gänselieschen“ war auch der Bann beim Publikum bis in die letzten Reihen gebrochen. Es ist immer wieder ein Hochgenuss, gerade diese Band, die so viele Höhen und Tiefen durchgemacht hat, zu erleben. Die Spielfreude der Musiker ist unbeschreiblich und die Stimme von „Monster“ ist einfach nur erstklassig.

Von Monster angekündigt, vom Publikum bejubelt kam der Rockpoet Tino Eisbrenner und stimmte sofort „Ich beobachte dich“ an. Der Solist Eisbrenner, ein Allroundtalent, verlegte übrigens zusammen mit Christian Hentschel die Zeitschrift „Melodie & Rhythmus“. Mit „Mama“ präsentierte er dann eine wunderschöne Ballade aus alten „Jessica“ Zeiten.

Claudius Dreilich von Karat begrüßte uns mit den Worten „Schönen Guten Abend in Berlin“. Wie in zauberhafter Magie erklangen „Der blaue Planet“,  „Jede Stunde“ und „Über sieben Brücken musst du gehen“, bei denen das Publikum eindrucksvoll ihren Part beitrugen. Gerade diese Songs, schon zig Mal gehört, haben live an Präsenz nichts verloren und wirken eindringlich.

Danach Angelika Mann, die freundliche, Optimismus ausstrahlende Sängerin mit dem Champus- Lied und einem Kultsong aus dem 70ern, dem „Farbfilm“ von Nina Hagen.

Mit der legendären Band Pankow ging es dann weiter. Der sozialkritische Song „Langeweile“ erklang, Andre Herzberg zelebrierte dann inbrünstig „Inge Pawelczik“ und mit „Wenn du willst“ knallte der Rock‘n‘Roll unüberhörbar in die Weiten der Wuhlheide.

   
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