Rote Gitarren & Puhdys in Thale - 12.06.2009

Konzerte

Bericht & Fotos Mario ... vielen Dank

Puhdys

R.Gitarr.

Die „Roten Gitarren“ sind wieder da, OK, dachten wir uns, wenn wir sowieso zu den Puhdys fahren und die „CZERWONE GITARY“ als Vorband fungieren sollen dann fahren wir auch zeitig genug nach Thale um sie nach über 25 Jähriger Deutschlandabstinenz wieder einmal Live zu sehen.
Mein erster Eindruck war das sich die Band enorm verjüngt hat. Der alte Sänger Seweryn Krajewski der das „weiße Bot“ so herrlich schmachtend rüberbrachte war auch nicht mehr dabei. Kurzum es muss eine Generalüberholung stattgefunden haben, denn der Bassist und Leadgitarrist hätten auch beide die Nachkommen der damaligen originalen „Roten Gitarren“ sein können. Na ja und wenn man schon mal beim Generalüberholen ist dann hat man auch gleich mal von vier auf sechs Musiker erhöht.

Heute dabei:
JUREK SKRZYPCZYK - drums, vocals - Bandleader
JURAS KOSELA - guitar
MIECZYSŁAW WĄDOŁOWSKI - acoustic guitar, vocals
HENRYK ZOMERSKI -  keyboard, bass guitar
ARKADIUSZ WIŚNIEWSKI - bass guitar, vocals
MAREK KISIELIŃSKI - lead guitar, keyboard, vocals

Es war zwar ein vom doch schon etwas älteren wartenden Publikum getragenes Konzert. Am Anfang einiger bekannten Titel ging ein allgemeines raunen durch die tausenden Zuhörer, die aber offensichtlich in der Mehrheit auf die Puhdys warteten. Aber das „Weiße Boot“ wurde trotzdem laut mitgesungen.
Beeindruckend war aber der Satzgesang, der ja auch schon zu alten Zeiten ein kleines Markenzeichen war. Insgesamt war das Konzert für mich aber enttäuschend, die neuen „Roten Gitarren“ kamen nicht über eine bessere Tanzkapellenmugge hinaus. Es plätscherte ein Schlager nach dem anderen dahin und nach ca 45min. war der Spass dann auch ohne Zugaben vorbei.
Auch die Einheits-Bühnen-Garderobe, die für alle aus weißen Anzügen bestand fand ich doch schon etwas angestaubt und zu meinem Entsetzen hatten sie nicht mal alle rote Gitarren dabei. „lach“

Nach den roten Gitarren sollten nun die PUHDYS kommen. Es musste aber erst die Bühne umgebaut werden, was zwei Moderatoren vom MDR nutzten um mit dem wartenden Publikum zu spielen. Die Massen wurden aber immer ungeduldiger und riefen lautstark die PUHDYS auf die Bühne.
Es waren wirkliche Massen gekommen um am ersten Tag des „Sachsen-Anhalt-Tages 2009“ die Puhdys zu sehen und zu hören, denn die letzten hatten nur Glück weil eine riesige Videowand aufgebaut wurde. Ich schätze mal es werden so zwischen sieben bis zehntausend Leute gewesen sein.
Ich selber hatte die Puhdys das letzte mal so um 2001 gesehen. Damals noch mit der Drumshow der Söhne und ein vom Hocker kippenden Rockhaus Schlagzeuger  als Gast dabei.
Die Show begann und die Massen kamen in Bewegung, sie heizten das Publikum auf, in dem sie zwischen Ihren  neuen Songs immer gekonnt alte Klassiker setzten die begeistert mitgesungen wurden.
“Denke ich an Deutschland“ war für mich der emotionalste Song des Abends, zumal er an politischer Ausdrucksstärke nichts verloren hat.
Die alten Puhdysmänner können es noch und sie gaben alles, wirklich alles um die Leute mit auf Ihre Zeitreise durch Jahrzehnte der Puhdysmusik mitzunehmen.
Der Abend wollte nicht enden, Hits kamen weiterhin Schlag auf Schlag und die Leute wurden immer sangesfreudiger. Der Abend endete aber trotzdem irgendwann und wie, er endete mit einer gigantischen Lasershow die den Abend meisterlich abrundete.
Mir sind  so glaube ich wieder einige gute Bilder gelungen, aber leider stand ich so ungünstig das ich Klaus Scharfschwert nicht mehr in die Kamera saugen konnte. Sorry Leute, aber die Fans waren so hartnäckig, es gab kein durchkommen.  
Für mich steht fest, ich werde nicht noch einmal 8 Jahre brauchen um die Puhdys mal wieder live zu sehen.