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Die „Roten
Gitarren“ sind wieder da, OK, dachten wir uns, wenn wir sowieso zu den
Puhdys fahren und die „CZERWONE GITARY“ als Vorband fungieren sollen dann
fahren wir auch zeitig genug nach Thale um sie nach über 25 Jähriger
Deutschlandabstinenz wieder einmal Live zu sehen.
Mein erster Eindruck war das sich die Band enorm verjüngt hat. Der alte
Sänger Seweryn Krajewski der das „weiße Bot“ so herrlich schmachtend
rüberbrachte war auch nicht mehr dabei. Kurzum es muss eine
Generalüberholung stattgefunden haben, denn der Bassist und Leadgitarrist
hätten auch beide die Nachkommen der damaligen originalen „Roten Gitarren“
sein können. Na ja und wenn man schon mal beim Generalüberholen ist dann
hat man auch gleich mal von vier auf sechs Musiker erhöht.
Heute dabei:
JUREK SKRZYPCZYK - drums, vocals - Bandleader
JURAS KOSELA - guitar
MIECZYSŁAW WĄDOŁOWSKI - acoustic guitar, vocals
HENRYK ZOMERSKI - keyboard, bass guitar
ARKADIUSZ WIŚNIEWSKI - bass
guitar, vocals
MAREK KISIELIŃSKI - lead guitar, keyboard, vocals
Es war zwar ein vom doch schon etwas älteren wartenden Publikum getragenes
Konzert. Am Anfang einiger bekannten Titel ging ein allgemeines raunen
durch die tausenden Zuhörer, die aber offensichtlich in der Mehrheit auf
die Puhdys warteten. Aber das „Weiße Boot“ wurde trotzdem laut
mitgesungen.
Beeindruckend war aber der Satzgesang, der ja auch schon zu alten Zeiten
ein kleines Markenzeichen war. Insgesamt war das Konzert für mich aber
enttäuschend, die neuen „Roten Gitarren“ kamen nicht über eine bessere
Tanzkapellenmugge hinaus. Es plätscherte ein Schlager nach dem anderen
dahin und nach ca 45min. war der Spass dann auch ohne Zugaben vorbei.
Auch die Einheits-Bühnen-Garderobe, die für alle aus weißen Anzügen
bestand fand ich doch schon etwas angestaubt und zu meinem Entsetzen
hatten sie nicht mal alle rote Gitarren dabei. „lach“ |
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Nach den
roten Gitarren sollten nun die PUHDYS kommen. Es musste aber erst die
Bühne umgebaut werden, was zwei Moderatoren vom MDR nutzten um mit dem
wartenden Publikum zu spielen. Die Massen wurden aber immer ungeduldiger
und riefen lautstark die PUHDYS auf die Bühne.
Es waren wirkliche Massen gekommen um am ersten Tag des
„Sachsen-Anhalt-Tages 2009“ die Puhdys zu sehen und zu hören, denn die
letzten hatten nur Glück weil eine riesige Videowand aufgebaut wurde. Ich
schätze mal es werden so zwischen sieben bis zehntausend Leute gewesen
sein.
Ich selber hatte die Puhdys das letzte mal so um 2001 gesehen. Damals noch
mit der Drumshow der Söhne und ein vom Hocker kippenden Rockhaus
Schlagzeuger als Gast dabei.
Die Show begann und die Massen kamen in Bewegung, sie heizten das Publikum
auf, in dem sie zwischen Ihren neuen Songs immer gekonnt alte Klassiker
setzten die begeistert mitgesungen wurden.
“Denke ich an Deutschland“ war für mich der emotionalste Song des Abends,
zumal er an politischer Ausdrucksstärke nichts verloren hat.
Die alten Puhdysmänner können es noch und sie gaben alles, wirklich alles
um die Leute mit auf Ihre Zeitreise durch Jahrzehnte der Puhdysmusik
mitzunehmen.
Der Abend wollte nicht enden, Hits kamen weiterhin Schlag auf Schlag und
die Leute wurden immer sangesfreudiger. Der Abend endete aber trotzdem
irgendwann und wie, er endete mit einer gigantischen Lasershow die den
Abend meisterlich abrundete.
Mir sind so glaube ich wieder einige gute Bilder gelungen, aber leider
stand ich so ungünstig das ich Klaus Scharfschwert nicht mehr in die
Kamera saugen konnte. Sorry Leute, aber die Fans waren so hartnäckig, es
gab kein durchkommen.
Für mich steht fest, ich werde nicht noch einmal 8 Jahre brauchen um die
Puhdys mal wieder live zu sehen.
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