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Konzert 12.12.2009 Keimzeit in Gotha |
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Konzerte |
Bericht: Thomas |
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Alte Tugenden und wohlbekannte Versionen Das vergangene Wochenende war in Gotha ganz schön mit Kultur angereichert. Da konnte man den kleinen Weihnachtsmarkt in der Orangerie besuchen, am Freitag sich beim Krippenspiel in der Stadthalle schief lachen, den Jungen Tenören im Kulturhaus lauschen oder schließlich beim Rock von Keimzeit im „Londoner“ ordentlich mitgehen. Gothaer, die nicht alltägliche deutsche Musik abseits von Kommerz und Radiotauglichkeit mögen, waren ab 20 Uhr genau richtig. Nachdem zunächst Colourblind als Vorband ordentlich einheizten und mit einer kraftvollen weiblichen Stimme am Mikrophon den Weg für das Quintett bereiteten, konnte eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Wer im „Londoner“ war, hatte Eintritt bezahlt und wollte deswegen auch unbedingt die Musik von Keimzeit genießen und nicht einfach nur da sein und schwätzen, wie bei der leicht verunglückten Open-Air-Veranstaltung im vergangenen Jahr zum Gothardus-Fest.
Wieder wurde gefragt: „Mama, warum spielen die Kinder nicht mehr mit mir“ und genau um 22:30 Uhr erklang in einer wohlbekannten Version der Song, der Keimzeit dann doch ab und zu für das Radio tragbar macht: „Kling Klang“. Er kam so, wie man ihn seit dem gleichnamigen Album 1990 kennt: Norbert nestelte und nölte, die Gitarre zauberte die Melodie und Roland Leisegang am Schlagzeug ließ noch immer die Sticks ganz sachte über das Schlagzeug gleiten. Keimzeit wollte jeder hören und „Kling Klang“ erst Recht. Irgendwann muss auch die beste Band und ihr Publikum an den Abschied denken: es ist alles gesagt und alle Lieder gesungen. Bei Leisegang & Co dauert so etwas immer ein bisschen länger, denn die Zuschauer erklatschten sich sechs Zugaben. Restlos begeistert verließen die Gäste, viele sogar mit einem Autogramm, den „Londoner“, wobei Kay Sch. wahre Worte sprach: Live-Musik und der „Londoner“ ist ein gutes Zusammenspiel, das noch lange anhalten soll. |
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