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... schallte es von den Fans ob
in Zittau oder einen Tag später in Hoyerswerda. Die Fans, die das sangen,
wussten von was sie sangen, denn fast alle hatten sie seit mindestens zwei
Jahren nicht mehr gesehen. Umso schöner, dass es endlich wieder eine Tour
gibt, welche noch bis einschließlich den 27. April dieses Jahres andauert.
Inbegriffen ist da, dass Rockspektakel „Hans im Glück“, welches am 15.03.
(Premiere), 23.03., 24.03., 03.04., und 27.04. (leider) nur in Berlin
aufgeführt wird. Zu diesen Konzerten gibt es ein Wiedersehen mit Rainer
Kirchmann und Moe Jaksch.
Kommen wir jetzt zum Konzert in dem gut gefüllten Saal im Kronenkino in
Zittau, wo die Band schon nach einigen Takten des Eröffnungstitels „Zeichen
(Gib mir ein Zeichen)“ die Fans hinter sich hatte und gleich mit den zweiten
Titel „“Ich bin ich“, eine Duftmarke setzte. Sicher eine schöne Songzeile
„Schwester ist ne Krankenschwester, trinkt gern Mocca Fix, Schwester ist ne
Krankenschwester, trägt unter dem Kittel nix“…, ja da sangen die
eingefleischten Fans schon im Chor mit und es sollte der Beginn eines
Highlights der Gruppe Pankow werden.
Danach eine lustige Szene. An der Tribüne standen jeweils in der Mitte,
rechts und links eine Secretury Man, mit Blickrichtung Zuschauer. Andre
Herzberg bedankte sich bei dem Secretury Team und sagte “Wie fühlen uns
jetzt sicher“. Danach sagte er zum Mittelmann er solle doch zur Seite gehen
und das weitere Konzert mit verfolgen, was er auch tat. Dafür gab es
Sonderapplaus für beide und weiter ging das Konzert.
Es folgten dann die etwas ruhigeren Titel „Es regnet“ und „Ich wart heut
Nacht“ gefolgt von zwei weiteren Ohrwürmern „Ich bin Lieb“ (hier war
natürlich meine Frau hellhörig, da mein zweiter Name “Immerlieb” ist), und
„Anders sein“ wo natürlich die Fans voll abgingen. Es folgten die Titel „Ich
hab Zeit“, „Politik“, „Nichts bemerkt“ gefolgt von „Gabi“, wo die „Meute“
wieder aus dem Häuschen war.
Andre Herzberg meinte als nächstes, dass der nun folgenden Riff seit seiner
Geburtsstunde schon eine Weile alt sei und „um nach ahmlich“ von einem
bestimmten Gitaristen erfunden wurde sei, man nennt ihn Jürgen Ehle… und es
folgte „Langeweile“. Meiner Meinung wurde der Titel (zu Zeiten der DDR) mehr
durch die Öffentlichkeit hoch stilisiert, als von der Band selbst, was den
Erfolg natürlich keinen Abbruch tat.
Dann gab es ein echtes Highlight, als Sänger Andre Herzberg den nächsten
Titel „Du kriegst mich nicht“ ansagte mit dem Sänger Jürgen Ehle… Die Fans
tobten. Danach kam „Doris“ und Andre Herzberg stellte wieder klar, wer der
Sänger im Saal ist. Es folgten die Klassiker „Inge Pawelczik“, “Rock And
Roll im Stadtpark“, “Wetten dass“ und “Gute Nacht“. Nach über 100 Minuten
waren Band und Publikum erschöpft.
Mann gönnte sich eine Auszeit und es kamen vier Zugaben. Nach Ilse Bilse kam
der Song „See’hnsucht“ der seit Jahren unter die Haut geht. Nicht zu
vergessen dieser Song im DDR Fernsehen, zu dieser Zeit noch mit den leider
viel zu jung verstorbenen ehemaligen Schlagzeuger, Frank Hille von welchen
übrigens das Zitat stammte „DDR-Rockmusiker sind wie die Sonne, sie gehen im
Osten auf und im Westen unter“. Der Song erinnert beim mehrmaligen „Zuhören“
an die ganz großen Songs der Rockmusik. Erinnert seien hier nur die Songs
von „Led Zeppelin - Stairway to haven“ oder Deep Purple – “Child Time“. Das
waren Songs für die Ewigkeit. Ich behaupte aus der DDR kommt eben dieser
Song „See’hnsucht“ diesem Attribut am nächsten.
Für mich persönlich, gab es nur kleinere Pannen im Konzert, wo allerdings „Jäckie“
am meisten zu leiden hatte. Nicht dass er seit Jahren im unveränderten
Outfit (schwarze Jeans, rote Turnschuhe) auf der Bühne stand, die
Tontechniker wollten oder konnten ihm nicht richtig zur Geltung bringen, was
aber im weiten Rund Gott sei Dank etwas unter ging.
Die letzten beiden Titel „Isolde“ und „Kille Kille“ rundeten ein
bemerkenswertes Konzert der Gruppe Pankow ab. Ein rundum gelungenes Event
für alle Beteiligten.
Schon ein Tag später allerdings erst um 21:00 Uhr traf sich die Fangemeinde
in Hoyerswerda zum dortigen Konzert wieder. Man sah einige, welche den
gestrigen Abend erfolgreich überlebt hatten und mit voller Power wiederum am
Rand der Bühne standen. Es folgte das Konzert in chronologischer
Reihenfolge, wie einen Tag zuvor in Zittau. Allerdings waren in der „Kufa“
weit über 400 Fans, die die Stimmung vom Freitag in Zittau noch toppen
konnten. Man merkte aber, dass an diesem Tag Andre Herzberg unter dem Strich
nicht ganz zu Frieden gewesen ist. Sei es drum, dass der Bass von Jackie
wieder nicht ganz ankam, sei es den Problemen der Mundharmonika zu schulden,
er war am Samstag doch sehr wortkarg. Nicht einmal das Spektakel „Hans im
Glück“ hat er in Hoyerswerda angekündigt. Sei es drum.
Was ist das Fazit nach dem 12. Konzert im Jahre 2009? Allen Mitgliedern der
Band merkte man auch noch beim letzten Song die Freude an, ihre Musik zu
repräsentieren. Eine Rock And Roll Band bei welcher der Spaß an der Sache
anzusehen war. Ein Stefan Dohentz “ an den Drums, der den Takt bestimmte und
damit die ganze Truppe voran trieb, ein “Jäckie” wie halt ein “Jäckie”
spielt, ein Ritchie Barton (ausgeliehen von Silly) der bei Pankow die Tasten
bediente, als wenn er nirgendwo anders gespielt hätte… ein Andre Herzberg,
welcher seinen Status als Klasse-Sänger untermauerte und natürlich
letztendlich Jürgen Ehle an der Gitarre, welcher nicht zu Unrecht der „Brian
Jones der DDR“ genannt wurde.
Für Fans der Gruppe Pankow geht die Tour weiter, denn wie heißt es so schön:
„Wir woll’n zu Pankow gehn, da ist es wunderschön“.. Als nächstes folgen
zwei Konzerte am Freitag, dem 13.03 (Borna) und am 14.03. (Dresden), bevor
es zur Uraufführung des Rockspektakel „Hans im Glück“ am Sonntag, dem 15.03.
in Berlin, Babylon kommt. In diesem Sinne – wir werden uns sehen.
Wer mich kennt weiß, dass es immer eine Anmerkung gibt und hier ist sie:
Egal ob die Mitglieder von Pankow sich eine Brause holten oder gerade ihr
“Geschäft” verrrichteten. Anschließend waren sie mit einer schon wohltuenden
Freundlichkeit gegenüber den Fans bereit, Autogramme zu geben. Diese
Eigenschaft jedes einzelnen Mitgliedes der Truppe zollt von höchsten
Respekt. Natürlich erwähnenswert, dass nach dem Konzert alle Mitglieder sich
in Saal einfanden und für alle Fans eine “Autogrammstunde” gaben.
Aufgefallen ist, dass kurz vor Ende dieser Maßnahme einzelne Mitglieder der
Band im Saal verweilten und auf ihre Kollegen warteten um zusammen sich den
Fans für ein persönliches Foto zur Verfügung zu stellen – Respekt! |