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Bereits im vergangenen
Jahr erschien das Album „strom ab“ und nun ankerte das „Hausboot“ gleich um
die Ecke in Singwitz. Also ruderte ich zusammen mit Peter kurz entschlossen
zum Kesselhaus, um Tino Eisbrenner und die Hausboot-Musiker endlich live
erleben zu dürfen.
Was wir an diesem Abend
hörten und erlebten, war eine der genialsten Live-Überraschungen des Jahres.
Die Stimme eines Tino
Eisbrenner hat von je her einen großen Widererkennungswert. Die Songs des
Projektes „Hausboot“ unterstreichen zu dem einmal mehr, die Vielfältigkeit
von Tinos musikalischem Können.
Anspruchsvolle Texte, alle
geschrieben von Tino, greifen Themen auf, die von Liebe oder dem Sinn des
Lebens erzählen – bis hin zu politischer Gesellschaftskritik, die sehr zum
Nachdenken anregt. Das Ganze verpackt in fantastischen, ideenreichen
Kompositionen von Heiner Lürig, der auch als Produzent und Komponist von
unzähligen Hits für Heinz Rudolf Kunze bekannt wurde.
Handgemachte Melodien mit
einem Hauch indianischer Klänge oder Countryklängen, die unter die Haut und
ans Herz gehen. Er hat zusammen mit Tino ein einzigartiges musikalisches
Gesamtwerk geschaffen. Titel wie „ Eisernes Reich“, „Wegen dir“, „Wär nicht
schwer“, „Heimgekehrt“ und viele andere mehr, ließen die Gäste im Kesselhaus
regelrecht aufhorchen und entlockten allen ein Rhythmusgefühl, dass in
ständigem tosenden Applaus überging.
Das Live-Erlebnis ist noch
einmal ein besonderer Genuss, wenn man das Zusammenspiel von Tino Eisbrenner
mit Heiner Lürig an der Gitarre, Marius Lürig an den Drums,
Christian Decker am Bass,
Martin Huch an
Pedal Steel, Dobro und Gitarre so wie Alejandro Soto Lacoste an Piano und
Akkordeon verfolgt. Da stimmt alles, das ist mehr als nur gemeinsam auf der
Bühne stehen und spielen.
Nicht zuletzt vermag es
Tino mit seiner charmant bescheidenen, witzigen oder auch direkten Art den
Bann zwischen Musikern und Publikum in binnen von Sekunden zu brechen. Das
Publikum folgt ihm gespannt, lässt sich im Nu begeistern, geht mit. Es
entsteht eine fesselnde nachhaltige Stimmung, die noch lange nach dem
Konzert beeindruckende Spuren der Erinnerung hinterlässt.
Aber wisst Ihr was? –
Erlebt es selbst, rudert so wie wir an das nächstgelegene Ufer, an dem das
„Hausboot“ wieder einmal anlegt. Lasst Euch vom Strom richtig guter Musik
mitreißen. |