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Zehn Jahre ist nun schon das
traurige Ereignis her, das Gundi körperlich nicht mehr unter uns weilt. Doch
trotz allem ist er in vielen Menschen mit seinen Liedern und seiner
Lebensart tief verwurzelt. Gundi ist für mich das Sprachrohr des Ostens,
nach wie vor, er hat nach der Wende das Lebensgefühl in unserer Region am
wahrhaftigsten widergespiegelt.
Zu seinem 10. Todestag
erinnerte das Label Buschfunk mit einem Riesenkonzert an den unvergessenen
Künstler. In den rund 4 Stunden Musikmarathon, ohne großen Umbaupausen,
erklangen seine Lieder in den verschiedensten musikalischen Formen. Rock,
Polka, traditionell - künstlerisch, liedhaft , rezitativ - alles hatte seine
Berechtigung und wurde in der gut besuchten Berliner Columbia Halle
begeistert aufgenommen und gefeiert.
Das Konzert startete sehr
nachdenklich und ergreifend mit Thomas Rühmann und Tobias Morgenstern,
welche etwas später die Schauspielerin Winni Böwe bei ihrer ganz eigen
Interpretationsart musikalisch begleiteten. Polkaholix, die als nächstes in
das Rampenlicht tauchten, gaben mächtig Gas und betonten, das auch Gundi
sehr auf die von ihnen vertretene musikalische Richtung gestanden hat.
Sehr eindrucksvoll dann die
Worte des Berliner Newcomers Toni Mahoni, er sprach mir eigentlich aus der
Seele. Gundi hat nicht nur meine Generation mit seinen Liedern geimpft,
sondern ihm gelang es auch die junge Generation - eben mit seinen Texten -
zu begeistern. In seinen Gundermann Interpretierungen lag dann ganz viel
Herzblut, ich konnte um mich förmlich die innere Erstarrung spüren.
Dann Silly ... voller Power und
herzlichster Ausstrahlung. Dass das Gesangsmikro bei Anna Loos teilweise
nicht funktionierte, dafür können die Musiker selbst ja nichts dafür.
Das i Tüpfelchen ohne Zweifel
dann der Seilschaft Auftritt, den Musikern von Gundis Band. Ihnen merkte man
besonders an, dass ihr Auftritt an diesem Tag für sie etwas ganz besonderes
war. Da lebten die Instrumente mit den Musikern, gingen die Stimmen und der
Gesang tief ins Herz.
Auch Axel Prahl gab dann noch
sein Bestes und überzeugte zusammen mit seinem Begleiter Andreas Dresen. Das
die Randgruppencombo an diesem Abend nicht fehlen durfte, war klar. Die
Amateure aus Tübingen interpretierten wie gewohnt Gundis Songs lebhaft und
voller Leidenschaft.
Das Finale - ein Augen und
Ohrenschmaus. Wie sich da die Musiker gegenseitig hochpeitschten war schon
beeindruckend und hallt noch jetzt in mir wider.
Ein würdiger Abend für einen
unvergessen Musiker, Mensch und Denker. Oft denke ich, was da noch hätte
alles kommen können .... |