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23.05.2007 - Cäsar - Buchlesung - Berlin |
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Konzerte |
Bericht : Thomas / Fotos : Ina ... vielen Dank |
Cäsar |
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Die für 20.00 Uhr angesetzte Lesung mit einer
der - wenn nicht sogar DER – Gallions- & Projektionsfigur(en) ostdeutscher
Rockmusikgeschichte begann noch innerhalb des akademischen Viertels mit der
vom Band eingespielten Version jenes Titels , der nicht nur Cäsars
Autobiographie den Titel gab , sondern gleichzeitig eine jener seltenen
Schöpfungen ist , mit deren Namen sich nicht allein die Musik verbindet ,
sondern gleichzeitig auch individuelle Geschichten und ein Stück
Zeitgeschichte assoziiert wird – im konkreten Fall also die erste Hälfte der
70er Jahre in der größten Tätärätä der Welt . Zu den Klängen aus Peter Tschaikovskis ´´Nußknacker-Tanz der Zuckerfee´´ betrat dann Cäsar das Podium und nahm seinen Platz hinterm Lesepult ein . (Wer sich unter diesem Klassik-Klassiker nichts vorstellen kann : Einfach mal das kleine Großhirn auf Zeitreise schicken , zurück zu einem beliebigen Montagabend zwischen 1955 und1989 , DDR-Fernsehen 1.Programm , 20..00 Uhr – da taucht sie auf als Intro zu – genau – Willy Schwabes Rumpelkammer…) . Und diese leise und feine (Selbst-) Ironie zog sich auch wie ein roter Faden durch die gut dreistündige Veranstaltung , eingebettet in eine entspannte , freundlich-freundschaftliche Atmosphäre , getragen vom Charisma des Protagonisten - Cäsar eben ! |
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Erste eigene musikalische Darbietungen von des Meisters Hand gab es dann mit ´´Alle meine Entchen…´´ , dargeboten auf einem Instrument , welches wohl jeder neue Erdenbewohner unweigerlich zwischen die grobmotorischen ``Patsche-Fingerchen´´ gedrückt bekommt , und das - wer weiß , wer weiß - schon beizeiten darüber entscheidet , in welche Richtung sich die Seele entwickelt ; ob einer nun authentischer Rocker wird , mit zwanzig früh vergreist , lebenslanger BWL-Student bleibt oder völlig überfordert in der Gegend herumMerkelt – die Rede ist vom Xylophon und dem alles entscheidenden letzten Ton… |
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Via Blockflöte ging es dann hin zu ersten Gitarren-Akkorden , über die musikalischen Zwischenstationen elektrisches Klavier und Fagott gab Cäsar zwar anschaulich Bericht , aufgrund deren Unhandlichkeit allein beim Transport verzichtete er aber auf die praktische Vorführung… Und so wechselten sich dann in zwangloser Folge Erzählung , Rezitation , Lesung , & musikalisches Spiel ab , obendrauf nach der Pause noch eine Tanzeinlage von Cäsar zu Chubby Chekkers ´´Let´s Twist Again´´ - dieser Abend war auf ´´gut Neu-Deutsch´´ : ´´a really great performance´´ , der wir da beiwohnen durften und die drei Stunden waren natürlich viiiiel zu kurz… |
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Verabschiedet wurde das Publikum mit einer Insider-Anekdote aus der Fünf-Sterne-Abteilung , Unterabteilung ´´Wasser auf die Mühle´´ , die wir hier nicht mal im Ansatz erwähnen wollen – da stehen noch all zu viele Fettnäpfchen Marke ´´Es war ja nicht alles schlecht´´ in der Verklärung herum und behindern den aufrechten Gang der Krummen… Einziger Makel war die mangelnde interessierte Öffentlichkeit , geschätzte 25einhalb Zuschauer für einen Mann solchen Kalibers ist einfach - noch dazu in einer Möchtegern-Metropole wie Berlin - nur unter aller Sau ... Also : Nix wie hin zur nächsten Lesung und/oder das Buch gekauft (ist in jedem einigermaßen qualitätsbewussten Buchladen zu finden – oder auf Cäsars Homepage zu bestellen - ) ; und zu sagen/schreiben , wie man sich zu den anstehenden Konzerte verhalten möge : da kann man auch gleich Sand zum Strand tragen oder Wasser in den Balaton kippen… |
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SET-LIST : 1.alle meine Entchen ( Xylophon ) 2.ein Stück von John Baezen (?) ( Blockflöte ) 3.Rote Lippen soll man küssen 4.Down Town 5.Liebeskummer lohnt sich nicht , my darling 6.Marmor , Stein & Eisen bricht 7.Welche Farbe hat die Welt ? 8.Girl 9.As Tears Go Bye 10.Liebeslied 11.Liebe ein Mädchen 12.Tears In Heaven 13.Kain ist tot 14.Tanzen (rezitativ) 15.Der Ritter Brunz von Brunzelschütz 16.Apfeltraum 17.Sandmann , lieber Sandmann ( Blockflöte ) |
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