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Puhh, wenn ich an den
gestrigen Abend denke, habe ich schon wieder Gänsehaut. Keine Worte
vermögen wohl auszudrücken, was ich beim Konzert der Randgruppencombo
mit Songs des unvergessenen Gerhard Gundermann empfand. |
Die aus Tübingen angereiste
Amateurband -, bestehend aus Schauspielern, Sekretärin, Theaterdirektor und
Musikern allgemein - begeistert schon seit 6 Jahren das Publikum mit dem
Erbe von Gundi. Die Multiinstrumentalisten wurden auch an diesem Abend
frenetisch für ihre Liederversionen von Gundermann gefeiert, wobei sie nie
ein Hehl über den Ursprung dieser machten.
Es ist schon erstaunlich und
ergreifend zugleich mit welchem Herzblut das musikalische Erbe Gundis
interpretiert wird. Da gibt es keine einstudierten Phrasen und Gestiken auf
der Bühne, da lebt die Band durch die Musik, identifiziert sich und wirkt
somit echt und natürlich - genauso wie es bei Gundi war. Wiederholt wurde
mir klar, das all die Lieder von Gundi das Sprachrohr des Ostens verkörpern.
In ihnen liegen so viel Gefühl, Mut und zugleich Satire, das sie einfach
zeitlos sind und ewig leben werden
Besonders berührte - nicht nur
mich - "Fliegender Fisch" , "Herzblatt" , "Ich mache meinen Frieden" ,
"Einmal" und "Linda" ... innerliche Schauer pur. 3 Stunden ging die
musikalische Reise durch - ich stelle es mal in den Raum - das eigene ICH.
Ich sah traurige, besinnliche, in sich gekehrte, wütende und lachende
Gesichter neben mir - immer so, wie der Text und die Musik treffen wollte,
ich hörte lautstarke und leise Gesänge um mich herum - eins mit den Musikern
auf der Bühne, was ein starkes Gefühl, eine Gemeinsamkeit auslöste.
Es war ein Wahnsinnskonzert,
voller Emotionen, Kraft und Erinnerungen ... Danke.
Ich wünsche mir nun, heute, am
letzten Tag des Jahres 2007, dass genau dieses Gefühl in uns weiterlebt, das
die kleine - große Gemeinschaft Gleichgesinnter wächst und wächst und auch
im wahren Leben immer stärker wird. |