Leben auf Verdacht

Datzu

Lyrik

Komp. Rainer Oleak

Text: Michael Sellin

 
Bevor ich dich verlassen hab
führte jede Spur zu dir
Die andern waren Schatten am schwarzen Rand.
Heut mach ich mich für sie schön
hab aus Trotz, was sie nicht sehen,
ich fang mir Sehnsucht ein.
 
Ich richte mich am Zufall auf
bis der glatte Tag zerläuft
die blassen Wasserfarben auf Papier.
 
Ich bin frei zu leben auf Verdacht,
weit entfernt sind die Andern in der Nacht,
sind wir bei ihnen angelangt fassen wir es kaum
denn sie waren ja immer schon ganz nah.
 
Bevor ich dich verlassen hab,
um zu hören: "Komm zurück!"
da waren die andern Vögel in der Luft.
Doch wir sind wie alle sind,
aus den Augen, aus dem Sinne, schade, grade wir.
 
Unter Schwalben schläfst du ein,
Wolf unter Wölfen wachst du auf
hinter dir Spuren
kreuz und quer.
 
Weit entfernt sind die Andern in der Nacht,
sind wir bei ihnen angelangt fassen wir es kaum
denn sie waren ja immer schon ganz nah.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.