Lied für Generationen

Puhdys

Lyrik

Komp. Harry Jeske

Text: Wolfgang Tilgner

 

  Als ich klein war, schien die Welt riesiggroß, ziemlich groß.
Und sie schloss sich um mich her wie ein Schoß,
wie ein Schoß.

Als ich zehn war, war die Welt wie ein Blatt von Papier.
War ein Ball und war ein Schiff,
zwei und zwei war nicht vier.

Wenn man zwanzig ist die Welt liebeleer, liebevoll.
Brennt uns Muster in die Haut, macht uns reich,
macht uns toll.

Ist man dreißig bleibt die Welt noch ganz rund, noch Genuss.
Jedes Rätsel wird gelöst, ist noch Spiel und nicht Muss.

Wenn man stark ist, nährt die Welt unsre Kraft, unsre Kraft.
Und man fühlt sie wie ein Baum, keine Axt, die ihn schafft.

Wird man älter, lässt die Welt keinen los, keinen los.
Und man bietet noch die Stirn, jedem Schlag, jedem Stoß.

Wenn man grau wird, ist die Welt jünger schon, als wir sind.
Manchmal sitzt man schon Zuhaus
 weht ein Wind, leichter Wind.

Wär man hundert, wär die Welt auch von uns noch ein Teil.
Wenn man besser sie gemacht, in sie trieb seinen Keil.

Als ich klein war, schien die Welt riesiggroß, ziemlich groß.
Und sie schließt sich um mich her wie ein Schoss,
wie ein Schoß.

Wenn man stark ist, nährt die Welt unsre Kraft, unsre Kraft.
Und man fühlt sie wie ein Baum, keine Axt, die ihn schafft.

Man kann sterben, doch die Welt hat man einst mitgebaut.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.