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Es ist ein bisschen
schade, das der aktuelle „Lift“ Wertungstitel „Europa“ (die
Coverversion eine engagierten Liedes des ungarischen Rockers Miklos
Varga mit dem deutschen Text von Werner Karma) nun nicht zur neuen LP
von Werther Lohse und seinen Musikern gehört. Aber lange genug haben
Gruppe und Fans schon auf die neue Scheibe warten müssen, so das
weitere Verzögerungen den Erscheinungstermin gefährdet hätten.
Irgendwie geht es
mir bei Lift immer so, dass das Anhören ihrer Musik in besonderen
Mußestunden auch besondere Assoziationen freisetzt, Gefühle möglich
macht, derer man sich nicht schämt.
Gerät dabei auch
manche Melodie zu pethetisch („Stunde zum Gehen“), sind es doch vor
allem die Balladen, mit denen Lift in allen Etappen ihrer Höhen und
Tiefen gleichermaßen gezeichneten künstlerischen Laufbahn zu glänzen
wusste. Und neuere Titel wie „Nach Hause“ – der auch der Platte den
Namen gab – „Zwei eben“ oder „Tief im Blut“ heben sich da einfach aus
der Masse des täglichen Pop – musikalischen Einerleis ab.
Schon früher hat
Werther Lohse mit einzelnen Titeln gezeigt, was er als Komponist nun
mit einer ganzen LP nachdrücklich unter Beweis stellt. Und mit seinen
jungen Musiker – Kollegen hat er Leute an der Seite, die seine Ideen
mittragen und entsprechend umsetzen.
Bernd Böhlich
scheint mir zudem der geeignete Text – Autor, der die Philosophie des
Lebens durchdringt und dazu imstande ist, für 3 – bis 4 Minuten Songs
entsprechende Ausschnitte künstlerisch verdichtet auf`s Papier zu
bringen.
Als vierte wesentliche Komponente steht natürlich die ausdrucksstarke
Stimme von Werther Lohse, die sich mit diesen Texten hörbar
indentifiziert.
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