Ende der Märchen

Thalheim

Lyrik

Komp. Barbara Thalheim

Text: Fritz-Jochen Kopka

 

  Ich habe keine Höhle mehr,
Licht reißt auf mein Haus.
Ich habe keine Bande mehr,
Wind hat sie verweht.
Ich habe keine Märchen mehr,
der Prinz steht an nach Levis-Jeans.
Keiner schlecht, keiner gut,
kein Versteck und doch,
das gute Ende fragt sich noch.
 

Ich habe keine Schätze mehr,

ich hab nur mein Geld.
Im Wald wütet kein Drache mehr,
woher kommt meine Angst ?
Warum zieht alles mich so an
was man für Geld nicht kriegen kann.
Ja, so gehts in der Welt,
lieber Mann,
nun weiß ich auch
was Gruseln ist.
 

Es war einmal, es war einmal,

und es blieb nur : Es ist.
Ich habe keine Wunder mehr
das meiner harrt
und dennoch glaube ich daran
das etwas kommt, das mich erlöst
hinterm Berg,
hinterm Haus,
hinterm Tag,
das blieb mir aus der Kinderzeit.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.