Junge Welt

 

Der Rock der Klosterbrüder

im Gespräch mit Günter Görtz

 
Ihr spielt schon einige Jahre in vielen Städten unserer Republik zum Tanz und in letzter Zeit auch zum Konzert. Wann wurden die KLOSTERBRÜDER gegründet, und wie seit ihr auf den Namen gekommen ?

1963 von Magdeburger Studenten. Die Namensgebung hat eigentlich eine ganz simple Erklärung: Damals wurde "Kloster-Likör" getrunken, so ein bisschen über den Durst, und wir dachten, warum sollte man sich nicht scherzhafterweise des Namens annehmen.

Heute seid ihr Berufsmusiker der Sonderklasse.

Der Weg dazu führte für jeden von uns über verschiedene Lehreinrichtungen wie Musikschule, Spezialschule für Musik und Musikhochschule. Besonders an den Musikhochschulen Weimar und Dresden und an der Fachschule Berlin-Friedrichshain konnten wir uns allgemeine und musikalische und spezielle theoretische Kenntnisse in Bezug auf das jeweilige Instrument aneignen.

Wer gehört nun zu euch ?

Hajo - Hans-Joachim Kneis, Gesang ; Didi - Dietrich Kessler, Leiter, Tenor, Sopran-Saxophon; Detlef Kessler - Drums; Ston - Klaus Weigert, Bass; Peti - Gisbert Piatkowski, Gitarre, Gesang ; Hans-Peter Dohanetz, Orgel, Piano, Synthesizer, Gesang .

Eure Musik, wie würdet ihr sie charakterisieren ?

Wir versuchen eine Synthese zwischen eigenständiger, verständlicher Rockmusik und konzertanten Werken zu finden. Als Beispiel dafür kann man vielleicht "Fieber" und unsere neue Suite "Rhapsodie in Blue" - sie dauert 25 Minuten - nehmen.

Ihr sagt eigenständige Musik. Dazu gehören aber auch Texte. Wer schreibt eigentlich für euch ?

Wir möchten recht vielseitig sein. Darum nehmen wir Texte, die von kleinen Geschichten bis zu engagierten Themen wie "Lied einer alten Stadt" reichen. Texter sind Burghardt Lasch und seit einiger zeit Hans Miserski.