Maikäfer spring

A.Schmidt

Lyrik

Komp. Arno Schmidt

Text: Ed Stuhler

 

Wir sind nicht nicht mehr da und wir sind noch nicht dort,

wir sind nur vom Tempo ein bißchen benommen.
Den Sandmann hat man uns erst mal gelassen,
die Witze, die sind uns abhanden gekommen.
Wir tasten uns blind durchs Finanz-Labyrinth
und jede Bewegung ein elender Kraftakt.
Wir staunen, wer alles so rings um uns her
den Sprung auf den D-Zug so locker geschafft hat.
Das sitzt wieder oben und hat keine Not
und hält sich am Abend vor Lachen die Bäuche.
Die Akte ist sauber, die Weste ist weiß,
die Fahne vom damals im Kirschbaum als Scheuche.
 

Maikäfer spring,

spring in den Ring,
greif nach dem Speck,
oder verreck.
Maikäfer hopp,
mach deinen Job.
Raus aus der Schachtel,
der alten, die neue ist bunter, viel bunter...
 

Ach, eigentlich war es doch gar nicht so schlecht,

gemütlich, wenn auch bissel eng auf die Dauer.
Wir haben, wer hätte das jemals gedacht,
sogar etwas Heimweh nach unserer Mauer.
Wir riechen den Duft und wir testen The West,
studieren erstaunt unsre neuen Atlanten.
Wir klammern uns an unsere F6
und an das was wir Ideale nannten.
 

Maikäfer spring

spring in den Ring,
greif nach dem Speck,
oder verreck.
Maikäfer hopp,
mach deinen Job.
Raus aus der Schachtel,
der alten, die neue ist bunter...

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.