Man muss immer wissen was man will

Krüger

Lyrik

Komp. Horst Krüger

Text: Bernd Maywald

 
Lange Wanderzeit auf dem Lebensweg
ohne jemals anzukommen in Geborgenheit.
Frei sein wollte ich, frei sein wollte ich,
Freiheit finden, mich nicht binden,
nichts war mir zuviel.
Und immer weiter - den Weg als Ziel.
Muss man immer,
muss man immer wissen
was man will ?
Ich wollte nur weiter, nur weiter, nur weiter,
die Ferne lockt auch ohne Sinn.
Muss man immer,
muss man immer wissen
wo ich bin ?
Nur frei sein, nur frei sein, nur weiter, nur weiter -
egal, egal wohin !
In einem Haus da brannte Licht,
Freunde baten dort zu bleiben,
doch ich wollte nicht.
Und ich sagte nein, ich will frei sein, frei,
denn ich wollte weiterziehen,
ganz egal wohin.
 
Ich winkte ihnen, und ich zog davon,
wollte weiter, immer weiter -
auch mit Brot und Lohn.
Nur frei sein, nur frei sein,
ganz frei sein von Zwängen,
nur das war für mich völlig klar.
Wollte niemals
wollte niemals bleiben
wo ich war.
Mich binden an Freunde kann ich auch noch später.
Meine Zeit ist mir zu rar.
Frei bin ich - plötzlich spüre ich:
Ja, ich schwebe, ja, ich schwebe
ganz im freien Raum!
Nirgends noch ein Halt, ringsum alles kalt,
keine Freunde, keine Liebe - bin völlig frei allein!
Bin nirgends angekommen - grausam frei.
Aber umkehr `n, aber umkehr `n
wollt` ich nicht nach Haus.
Die Freunde, sie würden nur lachen, nur lachen;
ich dacht, sie lachen mich nur aus.
Erst viel später, erst viel später -
ich war schon zerstört -
erfuhr ich, die Freunde, sie hätten gewartet
und lang ` um mich gebangt.
Ich hab`s  zu spät gehört.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.