Marko hat Tschüss gesagt

A.Schmidt

Lyrik

Komp. Eric Schlotter

Text: Ed Stuhler

Marko hat Tschüß gesagt

nach all den Jahren,
ganz einfach Tschüß gesagt
und ist gefahren.
 

Perfektes Poker-face,

und keine Tränen.
 Die Eltern ahnten nichts
von seinen Plänen.
Jetzt kann er von seinem Fenster
sehn wo seine Eltern wohnen,
und auf seine alte Schule,
mit der U-Bahn drei Stationen.
Und den Turm, wo sie sich trafen,
O-Ton Ost: Zusammenrotten,
seine alte break-dance-Truppe,
Punk-Frisuren und -klamotten.
 

Laufend Ärger mit den Bullen,

was dir Spaß macht, war verboten.
Meine Fresse, war das ätzend,
wie er jetzt sagt, bei den Roten.
 

Von den Skins verprügelt worden

da warn keine Bull'n zu sehen,
wo die sonst als Doppelposten
fast an jeder Ecke stehen.
 

Marko hat Tschüß gesagt

nach all den Jahren,
 ganz locker Tschüß gesagt
und ist gefahren.
 

Keinem ein Wort gesagt,

niemand gefährden,
die Freunde sollten nicht
Mitwisser werden.
 

Und die Typen auf der Arbeit,

das geschwollene Gequatsche,
aber ehrlich nichts im Koppe
als das Auto und die Datsche.
 

Und dann jeden Tag die Zeitung,

lauter Meldungen von Siegen.
Das war nicht mehr auszuhalten,
dieses ekelhafte Lügen.
 

Sollen die ihr Ding doch machen,

aber mich damit verschonen.
Gott, wie weit das alles weg ist -
mit der U-Bahn drei Stationen.
 

Marko hat Tschüß gesagt

 nach all den Jahren,
endgültig Tschüß gesagt
und ist gefahren.
Als er die Chance hatte,
selber zu wählen,
da ist er fortgerannt,
er wird uns fehlen
  Ist einfach fortgerannt,
  er wird uns fehlen....

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.