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Marionetten |
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Karat |
Lyrik |
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Komp. Ulrich Swillms |
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Text: Norbert Kaiser |
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Puppen aus Holz halten Schritt, |
| wenn sie schreiten ins Licht |
| jede Nacht auf die Bühne hinaus; |
| und es donnert der Applaus. |
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Augen aus Glas blicken starr, |
| und sie schaun dich an wie ein Fisch, |
| und sie lächeln nach links, |
| und sie lächeln nach rechts. |
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Das Publikum, |
| es springt hoch auf dem Rang und im Saal, |
| und es kreischt, und es schreit ganz laut. |
| vor Erwartung dabei. |
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Köpfe aus Holz, die sind hohl, |
| und sie nicken nur auf Befehl, |
| und sie spielen dir vor, |
| was der Meister befiehlt. |
| Und sie tanzen im Reigen, |
| sie spielen und schweigen, |
| das ganze Theater, es schillert so bunt. |
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Und sie taumeln im Reigen, |
| wenn sie sich verneigen. |
| Man hört nur ein Stöhnen aus ihrem hölzernen Mund. |
| Puppen aus Holz stehen still, |
| als das Unheil geschieht mit dem Netz, |
| das ein Haken verklemmt und ein Seil plötzlich reißt. |
| Augen aus Glas starren hoch, |
| denn sie warten darauf jede Nacht, |
| das ihr Meister sich selbst in den Schlingen verfängt. |
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Das Publikum, |
| es springt hoch auf dem Rang und im Saal, |
| und es kreischt, |
| und es schreit ganz laut vor Entsetzen dabei. |
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Puppen aus Holz, |
| die sind blind und sie tasten sich vor ins Parkett, |
| und sie greifen nach dir und sie fassen dich an. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.