Mein alter Freund

City

Lyrik

 

Komp. Fritz Puppel

 

Text: Toni Krahl

 
Letztens war ich bei meinem alten Freund.
Ich muss dir sagen ich war ziemlich enttäuscht.
Mann, wie hat er sich verändert.
Was haben wir nicht alles angestellt.
Wir haben wochenlang gehaust in einem Zelt.
Wir haben Kirschen geklaut,
Höhlen gebaut und Gärten geplündert.
Ich wollt mit ihm `n Bier trinken gehen
und mal quatschen wie`s so geht und wie`s  so steht.
Er sagte: "Nein, ich kann jetzt nicht weg !"
Seine Frau heißt Mäuschen oder so
und die passt höllisch auf, dass er nicht raucht auf`m  Klo
und jetzt ist er ganz unten und macht nichts mehr mit.
 
Er ist nicht mehr, der er war.
Das ist ziemlich sonnenklar.
Ist sich selber Untertan.
Auf den kann ich nicht mehr zählen.
Der hat`n  Kopf jetzt voll mit anderen Problemen.
Er liegt unheimlich weich auf`m  dicken Kissen.
Meinen alten Freund regt nichts mehr auf.
Er hofft das Leben nimmt einen ruhigen Lauf
und von den anderen Dingen, da will er nichts mehr wissen.
Er ist nicht mehr, der er war.
Das ist ziemlich sonnenklar.
Ist sich selber Untertan.
Untertan.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.