Meine Augen

Thalheim

Lyrik

Komp. Jürgen Ecke / Barbara Thalheim

Text: Fritz-Jochen Kopka

 

Manchmal bin ich müde.

Die Augen fall` n mir zu.
Das lachende, das weinende,
dann geben wir uns Ruh.
Manchmal werd ` ich munter
und schlag die Augen auf.
Das weinende, das lachende,
sie nehmen die Welt in Kauf.
Diese verschied `nen Augen sind unser größtes Glück.
So fallen und so steigen wir und finden stets zurück.
 

Da kann man mal wieder sehen,

welch wichtige Funktion wir Menschen haben.
 

Wir stellen in unserem Kopf

die Einheit zwischen Lachen und Weinen her.
Ohne uns wäre schon alles in zwei Stücke gefallen.
Es kann geschehen was will,
die "Distel" kann noch so lustig sein,
wir betrachten sie auch mit unserem weinenden Auge.
Haben sie eigentlich gewusst was die da tun ,
indem sie die beiden Augen im Gesicht tragen ?
Sie halten die Welt zusammen , herzlichen Glückwunsch !
 

Ohne sie gäbe es nur zwei Einheitsbreis im Universum.

Wenn sie jetzt wieder mal einen Orden kriegen,
oder einen weichen Händedruck ihres Direktors,
dann wissen sie wenigstens warum,
und drücken kein Auge zu.
 

Aber trotz ihrer verschiedenen Augen

glauben verschiedene Menschen,
es gäbe nur Lachen und Freude,
und sie lachen und loben.
Und verlangen von allen anderen,
das sie auch lachen und loben.
Und es gibt Menschen,
die nur weinen und meinen,
wie kann man nicht weinen, es wird doch gehungert,
Menschen zerstören sich selbst
und nicht weit von uns lauern gewaltige Waffenlager.
 

Es ist, als gäbe Menschen,

die nur zwei lachende Augen haben.
Es ist, als gäbe es Menschen,
die nur zwei weinende Augen haben.
 

Die Lacher sehen nur die lustigen Seiten des Lebens,

die Weiner sehen die Welt durch Tränenschleier.
Vielleicht gleichen die Träume alles aus
und geben den Weinern zu lachen.
Ist das nicht komisch ?
Es ist zum Heulen.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.