Mensch Junge

Mensch Junge

Kerschowski

Lyrik

Komp. Lutz Kerschowski

Text: Lutz Kerschowski

 

Wie viele verrückte Jahre haben wir uns gekannt,

wo sind wir nicht überall zusammen hingerannt.
Kein Ziel war uns zu weit und kein Abenteuer zu riskant. 
Wie viele warmen Nächte haben wir rum phantasiert,
das wilde Leben wie einen Film an den Himmel projiziert.
 
  Der Film hieß 
"Zwei räumen die Welt aus" , 
und die Hauptrollen spielten wir .....
 

Daran dachte ich heute morgen, die Zeitung vor mir. 

Denn du bist jetzt Journalist 
und ich las die lassen Zeilen von dir. 
Ich seh noch dein Gesicht ... das passt doch beides nicht.
Ich war ganz schön verwirrt, hab ich mich so geirrt.
War das alles nur Stroh und du warst damals schon so.
 
  Und sich verbrennen, gegen Stürme rennen,
man was ist bloß mit dir los?
 

Mensch Junge, was denn, schon keinen Saft mehr?

Mensch Junge, was denn schon die Batterien leer?
Ich weiß doch Bescheid, das wilde Leben schafft sehr,
 und gerade du nimmst alles doppelt schwer. 
Wo kriege ich jetzt für dich neue Power her?
 

Beim Jonglieren mit Worten fühlst du dich jetzt wohl,

ist auch nicht schwer, deine Worte sind hohl.
Weißt du wie mich das nervt,
was hat deine Sprengsätze entschärft?
 
  Oder nimmst du die Zünder schon selber raus,
weil du nicht mehr durch siehst in dem Glashaus?
Bloß keinen Knall, bloß keinen Schreck, 
sonst fliegen dir die Kulissen weg.
 

Und nun stell dir mal vor, 

du solltest mich interviewen.
 Du weißt ganz genau, 
den Gefallen würde ich dir niemals tun.
 

Das wir beide nur so tun als wenn wir so tun ...

 nur so tun als ob, als ob ....
 

Mensch Junge .........

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.