Merci, Gérard

J.Walter

Lyrik

Komp. Thomas Natschinski

Text: Gisela Steineckert

 

Merci, Gérard  

Einer schickt uns immer auf den Weg
macht uns Mut zu ungeahnten Weiten  
einer geht der Sehnsucht auf den Grund  
Merci, Gérard  
einer bringt uns ab vom schmalen Steg  
einer gibt uns Seele, gibt uns Mund  
Merci, Gérard  
 

Gérard Philipe  

die Bühne ist frei, nur ich bin hier  
und verbeuge mich tief  
tief vor dir, der in meinen Träumen rief  
der ritt und focht  
und im Film mit den feinsten Damen schlief  
der mit vielen andern streitend auf die Straße ging  
und das Leben, das ganze Leben  
mit sensiblen Händen umfing  
Mit dem Gesicht eines Knaben  
mit dem Herz des kleinen Prinzen  
und einer Poesie  
die mit dem Morgen, mit dem Abend 
aus allem Alltag wie von selber kam 
von Herrn Jedermann  
von dem Kind, das wir selber sind  
von dem Mädchen, das an seiner Liebe starb  
von dem großen Helden, der vor lauter Hochmut alles verdarb  
 

von tausend Hunden gehetzt  

davongekommen, unverletzt  
mit einem Lachen in den Augen  
das noch durch sein Sterben schien  
wenn ich dachte, wie ich sein wollte  
ich dachte an ihn  
 

Merci, Gérard  

Einer schickt uns immer auf den Weg  
macht uns Mut zu ungeahnten Weiten  
einer geht der Sehnsucht auf den Grund  
 

Merci, Gérard  

einer bringt uns ab vom schmalen Steg  
einer gibt uns Seele, gibt uns Mund  
Merci, Gérard  
 

Gérard Philipe  

die Bühne ist Frei  
und ich steh hier  
und ich bedank mich bei dir  
bei dir, der mir andre Träume rief  
bis ich verstand  
daß da längst eine Ahnung war  
und das Leben, das ganze Leben  
das du uns spieltest, ist wirklich war
Merci, Gérard

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.