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Montagfrüh |
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Kerschowski |
Lyrik |
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Komp. Lutz Kerschowski |
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Text: Lutz Kerschowski |
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Montagfrüh, wenn er zur Schule muß, |
| sind die Alten lange aus dem Haus. |
| Dann geht er wie immer durchs große Zimmer, |
| da sieht`s wie in `ner Kneipe aus. |
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Kalter Rauch hängt überm Schlachtfeld, |
| der Flimmerkistengladiatoren, |
| zwischen Asche und leeren Flaschen haben sie wieder, |
| schon wieder 'nen |
| Abend verlor`n. |
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Die hängen rum bis zur Gespensterstunde, |
| und früh wieder hoch in die nächste Runde. |
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Er fragt sich immer wieder, wie schaffen sie das nur, |
| und wie lange bleiben sie dabei noch in der Spur? |
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Montagfrüh, du stinkst mich an, |
| ich hab deinen blauen Dunst durchschaut, |
| und wie`s mir vor dir graut. |
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Montagfrüh reiß ich die Fenster |
| auf und laß den kalten Wind zu mir rein, |
| und fühl mich sehr allein ... |
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Im Wohnzimmerschrank das alte Hochzeitsbild, |
| wo sie lachend auf der Treppe stehn, |
| und in den Gesichtern, da kann er sehn, |
| die denken nicht daran kaputt zu gehn. |
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Die waren doch auch mal jung, |
| so wie ich und du, nach welchem Akt ging der Vorhang zu? |
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Langsam gehn sie von der Bühne und werden stumm, |
| und spieln nur noch Publikum. |
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Montagfrüh ... |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.