Muss

Renft

Lyrik

Komp. Christian Kunert

Text: Christian Kunert

 
Ach wie wär’ das Leben licht, Alles Singen, Lachen, Küssen
Müssten wir statt dessen nicht, dauernd Andres machen müssen

Morgen geht’s schon los mit Aufstehen, weil Du dringend pissen musst

Du musst „in“ sein, Du musst aussehen, du musst wissen, was Du tust
 
Wenn Du schwarz fährst, musst Du blechen, wo was los ist, musst Du hin
Wenn Du Trumpf hast, musst Du stechen, du musst den Nippel durch die Lasche ziehn
Wer nicht kommt zur rechten Zeit
Der muss nehm’, was übrig bleibt
Oh dieser Fall nervt mich schon lange: Du musst müssen, müssen macht kein’ Spaß
An jeder Kasse stehst Du Schlange, weil Du zahln musst, musst Du das
 
Ja, mit den Äuglein musst Du winken, wenn Du Dein’ Schatz nicht rufen kannst
Aus allen Brünnlein musst Du trinken, Du musst verwirklichen, was Du planst
Deine Koffer musst Du packen, Du musst nicht traurig sein
Dein eignes Päckchen musst Du tragen, es ist nicht zu vermeiden: Du musst Dich entscheiden, entscheiden …
Wer nicht kommt zur rechten Zeit
Der muss nehm’, was übrig bleibt
Über Witze musst Du lachen, über sieben Brücken gehn
Überstunden musst Du machen, dunkle Jahre überstehn
Immer musst Du Dich entwickeln, Du musst bleiben wie Du bist
Vor Gebrauch musst Du’s schütteln, Du musst’s nehmen, wie es ist
Du musst’n Schwein sein, Du musst Schwein haben
Du musst Deinen Mann stehn
Willst Du gewinnen, musst Du wagen
Wenn Du scharf bist, musst Du rangehn
Und ich muss nach Haus ins Bett / Schneller als ein Düsenjet
In die Arme meiner Paarung / Denn das weiß ich aus Erfahrung:
Wer nicht kommt zur rechten Zeit
Der muss nehm’, was übrig bleibt

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.