|
Nachtmusikanten |
||
|
Horch |
Lyrik |
|
|
Musik: Andreas Fabian |
||
| Text: aus ´´Des Knaben Wunderhorn`` | ||
| Hier sind wir arme Narr´n | ||
| Auf Plätzen und auf Gassen, | ||
| Und tun die ganze Nacht | ||
| Mit unsrer Musik passen. | ||
| Es gibt uns keine Ruhe | ||
| Die starke Liebesmacht, | ||
| Wir stehen mit dem Bogen | ||
| Erfroren auf der Wacht; | ||
| Sobald der helle Tag | ||
| Sich nur beginnt zu neigen, | ||
| Gleich stimmen wir die Laut, | ||
| Die Harfen und die Geigen. | ||
| Mit diesen laufen wir | ||
| Zu mancher Schönen Haus, | ||
| Und legen unsern Kram, | ||
| Papier und Noten aus. | ||
| Der erste gibt den Takt, | ||
| Der andre bläst die Flöten, | ||
| Der dritte schlägt die Pauk', | ||
| Der viert stößt die Trompeten. | ||
| Ein andrer aber spielt | ||
| Theorb und Galischan | ||
| Mit gar besonderen Fleiß, | ||
| So gut er immer kann. | ||
| Wir pflegen auch so lang | ||
| An einem Eck zu hocken, | ||
| Bis wir ein schön Gespenst | ||
| Hin an das Fenster locken; | ||
| Da fängt man alsbald an | ||
| Vor der Geliebten Tür | ||
| Verliebte Arien | ||
| Mit Pausen und Suspir. | ||
| Und sollten vor der Wacht | ||
| Wir endlich weichen müssen, | ||
| So macht man statt der Händ', | ||
| Die Läufe mit den Füßen. | ||
| Und also treiben wirs | ||
| Oft durch die lange Nacht, | ||
| Daß selbst die ganze Welt | ||
| Ob unsrer Narrheit lacht. | ||
| Ach schönste Phillis hör | ||
| Doch unser Musizieren, | ||
| Und laß uns eine Nacht | ||
|
In deinem Schoss pausieren. |
||
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.