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Trauerrhapsodie, Bems gedenkend |
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| Niemen | Niemen / Norwid , dt. Piotr Niemiec ( 1977 ) | Lyrik |
lateinischer Text:
"Den Schwur, den ich dem Vater geleistet habe, habe bis zum heutigen Tage gehalten …
Worte Hannibals an den König Anitioch, dem er sich mit diesem Schwur anvertraute, in dem er auf die Forderung seines Vaters Hamikka gelobt hatte, sich zu Lebzeiten nie mit den Römern zu verbrüdern.
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Warum ziehst Du fort, Schatten, |
| die Hände verschränkt über dem Harnisch |
| inmitten von Fackeln, die mit ihren Funken um Deine Knie spielen? |
| Grün von Lorbeer Dein Schwert ist |
| und heut nass vom Weinen der Kerzen |
| hochreißt sich der Falke und Dein Pferd hebt den Huf wie ein Tänzer, |
| Es wehen, wehen, Standarten, umschlingen einander im Winde, |
| wie die Heere wandernder Zelte die über dem Himmel ziehen, |
| die langen Fanfaren brechen in Schluchzen aus |
| und Feldzeichen verbeugen sich aus der Höh mit herabhängenden Flügeln, |
| wie von Lanzen durchbohrte Drachen, Echsen und Vögel … |
| Wie so viele Ideen hoch Du mit der Lanze ereiltest … |
| Es kommen Jungfraun in Trauer: die einen heben die Schultern |
| mit duftenden Garben die der Wind in der Höhe zerreißt; |
| andere die Tränen in Muscheln sammeln, die vom Aug' sich löst, |
| wieder andere suchen nach dem Weg, |
| der doch seit Jahrhunderten schon bereitet. |
| Andere noch, sie zerbrechen große Gefäße von Ton an der Erde, |
| das Klirren im Bersten die Trauer noch mehrt. |
| Burschen trommeln auf Äxten die blau gefärbt sind vom Himmel, |
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auf Schilde, gerötet vom Licht, einschlagen dienstbare Knappen, |
| das allgewaltige Banner, das sich zwischen Rauchsäulen wiegt, |
| mit der Lanzenspitze ist es, würdest du sagen, |
| an die Himmelsbögen gelehnt. |
| Sie wandern in einen Hohlweg und versinken – |
| kommen heraus in Mondes Licht |
| Und dunkeln schwarz am Himmel, |
| und kalter Glanz ist leicht über sie hin gestrichen, |
| und wie ein Stern |
| der nicht herab zufallen vermag, strahlt er herüber, |
| jäh der Choral war verstummt und ist wie eine Welle wieder hervorgebracht. |
| Und weiter - weiter - bis einst es ankommt ins Grab zu fahren, |
| und wir denn schwarzen Abgrund erblicken, |
| der jenseits des Weges harrt, |
| über den hinwegzusetzen die Menschheit kein Mittel findet, |
| Dein Pferd, wie mit alten Sporen bäume ich auf mit der Lanze … |
| Und ziehe weiter im Reigen, Trauer zu bringen in Städte, |
| die Schlaf hat befallen, |
| gen Pforten zu schlagen die Urnen, |
| auf der Äxte Schartenn pfeifend, |
| bis Jerichos Mauern zerbersten wie Scheit, |
| die kraftlosen Herzen erwachen – |
| und den Schlaf aus den Augen die Völker sich reiben … |
| Und weiter – weiter ... |