Ohne was drin

Cäsar

Lyrik

Komp. Peter Gläser

Text: Sascha Anderson

Wenn ich mich noch recht erinnre

 färbten wir im Schichtsystem
nichts als Farben für die letzte Schlacht
und mussten früh aufstehn.
 

Jeden Tag der Hälfte jenes Lebens

 ohne Not und Brot
hieß es Sonntags nach dem großen Sonnenuntergang, 
Gott ist tot.
 

Himmelwärts ist halb so schwer, 

wie wieder runter, das ist klar.
Und am Schluss nach sieben Bergen 
sind nicht mal mehr Zwerge da.
 

Was uns bleibt, 

das ist der Glaube an die Arbeit, 
die macht Sinn,
wenn die Mühen in der Ebene bunte Scherbenhaufen sind.
 

Ohne was drin, nicht mal das , 

was mal war.
Wie heißt der Prinz für den Schrottreifen Sarg.
 

Glaube, Liebe, Hoffnung sind 

und Sonntag ist ein Arbeitstag.
Alles Schlechte kommt von unten, 
weil es vorher oben war.
 

Sicher ist nur,

das dies Märchen endet wie die andern auch,
wenn sie nichts zu saufen haben,
 fressen sie die Gläser auf.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.