Omnibuslied

Omnibuslied

Pankow

Lyrik

 

Komp. Frank Hille

 
 

Text: Frauke Klauke (= Wolfgang Herzberg)

 
     
  Ich fahre mit`m Omnibus
der Linie 28.
Es riecht wie`s jeden Morgen riecht (oha).
  Wie jeden Morgen um halb sechs
da fahre ich zur Schicht.
Wir hängen da wie Ölsardinen,
etwas zerquetscht und dicht.

In meiner Achselhöhle klemmt

ne` kleine dicke Frau,
auf meinem rechten Fuß wälzt sich
ein Bulldoggenwauwau (wau wau).

Mein Nasenbein, das wird zerdrückt,

auf `ner schweißnassen Glatze,
und dabei schiel ich unentwegt
in eine Trinkerfratze.
 
  Und krieg ich mal den richt `gen Bus,
ist auch Mathilde drin,
ich biete alle Kräfte auf
und schieb mich zu ihr hin.

Wir quatschen vom TV Programm

und von der letzten Platte,
und sie sagt das wieder Knatsch
mit ihrem Alten hatte.

Natürlich kommt der Bus zu spät,

er kann nie pünktlich sein.
Wenn Meister Falk mich stellt,
fallen mir nur kranke Tanten ein.

Ach, wenn die Linie 28

mit mir ins Grüne führe,
doch so gibt`s wieder furchtbar Krach,
ich fühl mich jetzt schon schwach.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.