Petting in the Rain

A.Schmidt

Lyrik

Komp. Arno Schmidt

Text: Ed Stuhler

 

Sommer wars und lau,

weiß ich noch genau,
aber nicht sehr trocken.
Regen, nicht zu knapp,
lief an uns herab,
in den Hals und in die Socken.
Anneliese hieß
dieses süße Biest,
so hießen damals unsre Bräute.
Strahlender Azur
schaut zu mir empor,
meine erste Liebesbeute.
 

Petting in the rain,

neugierige Finger.
Petting in the rain,
unbekannte Dinger.
 

Schon beim ersten Twist

wußte ich, du bist
die schönste von den Damen
Höflich und voll Charme
nahm ich deinen Arm,
nannte meinen Namen.
Tanzstundengestylt,
Nägel frisch gefeilt,
Perlonhemd, Krawatte,
nahm ich, spitz beschuht,
allen meinen Mut,
allen den ich hatte.
Habe es gewagt,
heiser angefragt,
darf ich sie nach Hause bringen?
Hast mich angeblickt
und ganz leicht genickt,
da hörte ich die Engel singen.
 

Petting in the rain,

neugierige Finger.
Petting in the rain,
unbekannte Dinger
 

Unbekannte Haut,

fremd und doch vertraut,
ewiges Verlangen.
Sahn uns schweigend an
und der Regen rann
über deine Wangen.
Zwischenspiel
Waren völlig eins,
überlegen keins,
keine Sieger und Verlierer,
als sie sich befand
ganz in meiner Hand
und ich mich in ihrer.
 

Petting in the rain,

neugierige Finger.
Petting in the rain,
unbekannte Dinger.
 

Petting in the rain,

neugierige Dinger.
Petting in the rain,
unbekannte Finger.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.