Philosophie
Warum dieses Thema? , wird sich mancher fragen. Eigentlich beziehe ich hier alles mit ein, den Alltag um mich, meine Beobachtungen, Erfahrungen, meine Einstellungen, mein Leben. Und alle diese Aspekte können durch Texte mit ihrer Musik rübergebracht werden, es widerspiegelt sich dort.
Schlage ich die Zeitung auf, stelle das Radio oder Fernsehgerät an, finde ich mich nicht wieder. Dort gibt es nur eine Glitzerwelt, Katastrophen oder Sensationen, aber selten das reale Leben. Und in diesem realen Leben gibt es auch die Musik, die Musik aus meiner Heimat, auch aus der Vergangenheit, die ja am liebsten ignoriert wird weil sie in bestimmten Dingen ja gar nicht so schlecht war. Und das kann man ja auch auf keinen Fall publik machen, könnte ja sein, das ein Mensch, der sachkundig ist, anfängt, nachzudenken und Fragen zu stellen.
Zitat Reinhard Lakomy: " Ich empfinde alle meine Jahre hier im Osten als Wurzeln meiner kreativen Kraft. Gerade jetzt spüre ich das regelrecht mit Genugtuung. Wir brauchen keine DDR-Nostalgie, aber wir sollten viele Dinge behalten aus einer Zeit, wo wir alle ein wenig aufeinander angewiesen waren".
Und diese Worte sagen eigentlich schon fast alles aus, ich identifiziere mich mit ihnen.
Warum ist kein Song von "Gundermann" , "Renft", "Silly" oder ( welch Anmaßung ) " Wilder Garten" in den Medien zu hören? Von Künstlern, die das Sprachrohr des Ostens sind. Selbstverständlich gibt es auch kleine Ausnahmen, wenn mal ein Song der "Puhdys" , "Karat " oder ( ist schon wie ein Wunder ) "City" aufgelegt wird. Liegt das an der Musik? Oder vielleicht doch am Inhalt ? .......... der nicht so erwünscht ist, obwohl wir ja eine Demokratie haben. Zu der Thematik ist ein super Beispiel die Sängerin Barbara Thalheim. Ende 1998 ging sie auf Tour und kam auch in den tiefen Süden. Die Medien schrieben vorab, dieses Konzert sei ein einziger Krampf und die Inhalte lassen so zu wünschen übrig, das viele Besucher enttäuscht nach der Vorstellung von dannen zogen. Ich habe mit Freunden das Konzert gesehen, ja, und danach verstand ich auch, warum man so eine Kritik vorab vom Stapel lässt, um abzuschrecken, und von vornherein Vorurteile bei Besuchern zu bilden. Die Songs dieses Konzertes beschrieben keine Glitzerwelt und Tralala, sondern den Alltag, die Sorgen und Ängste, die der einfache Steuerzahler hat. Ich habe nach dem Konzert keinen gesehen, der enttäuscht den Saal verließ, ich habe nur eine riesige Traube am CD Verkaufsstand gesehen.
Da fragt man sich dann auch, sind die Bürger für die Medien da, oder müsste es nicht umgedreht sein?
Diese Frage kann man in unserer Gesellschaft aber eigentlich in jede Richtung stellen. Es gibt viele Dinge, die sind mit einem normalen Menschenverstand nicht nachvollziehbar. Fragt man, gibt es globale oder gar keine Antworten. Doch wie kann man eine Veränderung erwarten, wenn schon ganz oben, bei unseren sogenannten gewählten Repräsentanten des Volkes Wasser gepredigt wird und heimlich ganz fleißig zum Weinglas gegriffen wird. Da wurden diesbezüglich die Oberhäupter der alten DDR verpönt ( mit Recht ), doch gegen das was heute abläuft war es doch wahrlich nur Krimskrams.
Es ist sicherlich ganz leicht zu kritisieren, es besser machen ist immer schwerer, doch der erste Schritt dazu, wenn man es wirklich will, ist die Wahrheit und die Achtung. Keine Gesellschaft ist perfekt, dazu ist auch der Mensch auf Grund seines Besitzdranges nicht geschaffen, doch mit gewissen Grundregeln lässt sich vieles besser und im Sinne der meisten Bürger steuern. Nur, um das durchzusetzen, das macht ja Arbeit, könnte unbequem werden, warum da auch eine Volksbefragung machen, ob z.B. der Euro erwünscht ist ..... Vielleicht, weil man das Ergebnis schon vorab kennt? Und damit Prestigefragen aufkommen?
Eine Kette ohne Ende, in allen Bereichen unseres Lebens, den einen trifft es mehr, den anderen weniger, und auch darum wird die Kluft zwischen den Menschen immer größer ( gewollt !!! ). Es gibt nur noch wenig Zusammengehörigkeitsgefühl, etwas , was stark macht, was hilft, mit dem täglichen Leben zurecht zu kommen.
Und gerade Musik kann verbinden, Gleichgesinnte zusammen führen. Musik kann Gefühle erwecken, Gedanken freisetzen und vermitteln. Ein "Puhdys" Konzert z.B. ist immer wie ein Volksfest, da kommt jung und alt, da fühlt man sich zu Hause.
Ja, und solche Gedankengänge habe ich nicht nur alleine ....... es werden immer mehr ........