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Pond - Gemälde einer Vernissage Ponderosa Records |
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Thomas Behlert |
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In der DDR passierte alles etwas später, so auch in der Musik. Als die NDW schon am abklingen war, entwickelte sich hier die Neue Tanzmusik und in den 1980er Jahren eben erst die elektronische Szene. Alles begann in den 1970ern im kapitalistischen Ausland mit Jean Michel Jarre, Klaus Schulze, Tangerine Dream, Kraftwerk und verschiedenen Krautrockern. Als dann im Osten begeisterte Musiker ihre Anlagen elektronisch aufmotzten oder/und durch Beziehungen viele gute Teile aus der BRD, CSSR oder Ungarn bezogen, konnte es zur Sache gehen. Feder führend waren dabei Reinhard Lakomy und Pond. Letztere Band besteht heute nur noch aus Paule Fuchs, der immer mal wieder einen neuen Tonträger präsentiert. Diesmal vertonte er einige Bilder von Prof. Willi Sitte, der bis heute ein streitbarer Geist ist und dessen Werke bei unbedarften Naivlingen anecken und gerne von christlichen Politikern verbrannt (verbannt) worden wären. Fuchs beschäftigte sich mit älteren Bildern („Familie am Sonntagmorgen“, „Montagarbeiter“), Nachwendekunstwerken („Im Namen Gottes“, „Kathrin trommelt“), aber auch mit Vergessenem aus Sittes Anfangszeit. Sitte malte mit großem Pinsel, er bäumte die Farben auf, gestaltete wuchtig, grell und immer mit großem Geist. Der Musiker Fuchs hat sich sehr an die Linien des Malers gehalten, so erklingen z.B. bei Kriegsdarstellungen harte Beats mit Marschmusik und bei „Familie am Sonntagmorgen“ naive, heitere Kindermelodien, die Freude erzeugen und das innige Verhältnis von Bild und Ton eindringlich darstellen. |