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Prinzessin |
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Kerschowski |
Lyrik |
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Komp. Lutz Kerschowski / Eberhard Hasche |
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Text: Lutz Kerschowski |
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| Die Prinzessin piekt sich mit 'ner Nadel, |
| ob das alles nur ein Traum sein kann? |
| Sie heult sich aus und holt ihr gelbes Radel, |
| und fängt ihre kleine Reise an. |
| Sie fährt allein in die Stadt, |
| Regen glänzt auf` m Teer, |
| der Wind schlägt ihr in`s Gesicht, |
| sie abgestürzt mitten ins Meer. |
| Kein Land in Sicht, |
| nirgendwo eine Insel, keiner der helfen kann. |
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Sie fährt wie immer bis Pankow, |
| halb zehn fängt die Nachtschicht an. |
| Kein Land in Sicht. |
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Beim Umziehn steht sie vor`m kaputten Spiegel, |
| sobald lässt sie wohl keinen an sich ran. |
| Sie lässt sich Stacheln wachsen wie ein Igel, |
| der kann sich wehren, den fasst keiner an. |
| Dann steigt die Prinzessin auf die Werkbank, |
| dann taucht sie tief in den Krach, |
| dann schwimmt sie durch die Nacht und ist seekrank, |
| und erst am Morgen |
| wird sie wieder wach. |
| Kein Land in Sicht, kein Land in Sicht ... |
| Morgens hängt sie wie ein schlaffes Segel |
| an ihrem gelben Fahrrad dran. |
| Der Wind küsst ihre schwarzen Fingernägel, |
| doch weiter lässt sie ihn nicht an sich ran. |
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Kein Land in Sicht - immer noch. |
| Kein Land in Sicht - weit und breit. |
| Kein Land in Sicht - am Horizont. |
| Kein Land in Sicht. |
| Zu Hause macht sie sich schnell noch ein Frühstück, |
| das können ihre Finger ganz allein, |
| sie sitzt am Tisch, schaut durch das kleine Fenster, |
| und schon schläft die Prinzessin ganz fest ein ... |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.