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Prinzip-Chef Jürgen Matkowitz vertraut auf jahrelang live erfolgreich
Erprobtes. Fast alle Songs beginnen mit einem ausführlichen bis
langatmigen Vorspiel, darauf folgen zwei Strophen, der Refrain, dann
acht bis sechzehn Takte Gitarren-Chorus, schließlich noch mal eine
Strophe, Refrain, Ausblendung ... Harmonisch interessant ist „Sag mir
doch", aufmerken lassen mitunter Matkos Gitarre oder der Sänger
Wolfgang Franke, wenn er seine Stimme strahlen lassen kann wie in
„Deine Liebe" oder „Halt mich fest".
Die
Texte sind Beiwerk; sie haben vor allem für diese Musik viel zuwenig
Biß. Der komprimierte Einsatz von gängigen Klischees wird leider
ausgerechnet in einem Friedenstitel unerträglich. Zitat: „Wenn der
Frieden stirbt / stirbt die ganze Welt / darum sing' ich euch mein
Lied / damit du und ich und die ganze Welt / den Frieden fest behält.
/ Wenn die Taube fliegt / und kein Schuß sie hält / die Sonne immer
scheint / keine Mutter mehr auf der ganzen Welt / ihren Sohn niemals
beweint. / Laßt uns schaun auf das Grün, auf das Blau, auf das Land /
auf des Meeres tiefen Grund / Laßt uns baun auf Gefühl, auf das Herz,
auf Verstand / auf des Liebens engen Bund ..." Soviel
Einfallslosigkeit, Plagiat, sprachliche Schluderei verträgt ein
solches Thema einfach nicht. Kein guter Schlußpunkt für diese Platte.
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