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Melodie & Rhythmus 1/2005 |
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Vollpension |
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Die PENSION VOLKMANN ist voller Pläne. |
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Tina Torge |
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Es ist 20 Jahre her, als Pension Volkmann ihre erste Platte veröffentlichten („Die Gefühle") und den Hauptpreis des damaligen Chanson-Festivals in Frankfurt/Oder gewannen. Fortan war das Duo bekannt wie nur wenige Liedermacher zu dieser Zeit. Die eigentliche Gründung der Pension lag allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Jahre Zurück. Seit dem ist sehr viel passiert und Pension Volkmann haben die Stürme der Musikindustrie gelassen über sich hinwegwehen lassen, um jetzt an dem anzuknüpfen, was ihren Erfolg damals ausmachte. Eine Auszeit haben sich Peter Butschke und Reinhard Buchholz zwischendurch auch genommen. 1995 erfolgte zunächst die Trennung, nach der jeder seinen eigenen Unternehmungen den Vorrang gab. |
Reinhard Buchholz kümmerte sich darum, seine eigene Virtuosität auf der Gitarre an die jüngere Generation in einer Musikschule weiterzugeben und Peter Butschke ging seiner zweiten Leidenschaft, dem Malen, nach. Erst im Jahr 2000 fanden die zwei wieder zusammen und begannen langsam ein paar Konzerte zu bestreiten. Bei der Frage, was sich nun im Vergleich zu den Anfangsjahren bei ihnen geändert hat, sagt Peter Butschke, dass die Pension Volkmann wieder genauso arbeitet, wie vor 20 Jahren. Auch wenn sich in dem Land, in dem sie leben, so gut wie alles geändert zu haben scheint. Nur, älter sind sie halt geworden. Was auch immer das bedeuten mag...
Hauptmerkmal der Pension sind die Texte von Werner Karma, der unter anderem auch für SilIy, Die Zöllner und City, die Feder führte und noch führt. Die manchmal harten Formulierungen und das „Nennen heim Namen“ mag nicht immer Jedermanns Sache sein, aber die Texte haben damit ihren eigenen unverwechselbaren Charme. Diesen tragen dann Peter Butschke und Reinhard Buchholz durch Virtuosität über den Bühnenrand hinweg zu den Hörern. Ein Konzertabend mit den beiden ist eben nicht nur ein „nebenbei mal reinhören", sondern ein Zuhören und Mitdenken. Es werden keine Themen unseres täglichen Lebens ausgelassen. Sie sind politisch, kritisch, selbstironisch und auch romantisch. Und das kommt an.
Die Frage, weshalb solche Musik nicht in den elektronischen Medien wie Rundfunk und Fernsehen vorkommt, wurmt dann aber doch in der Pension. Ob dabei eine Diskussion um eine hilfreich ist, ist aber auch für Peter Butschke eher fraglich. Eine Quote bedeute ja nicht zwangläufig auch, dass in Zukunft das Genre „Singer-Songwriter" dort Beachtung findet Die Songs plätschern eben nicht so einfach vor sich hin. Anhänger der Pension Volkmann können sich aber schon mal auf ein Video freuen, auf dem ein Konzertmitschnitt zu sehen sein wird. Das erscheint noch im Monat Februar. Näheres dazu gibt es auf der Homepage.
Ein neuer Silberling ist aber auch in Arbeit. Für die neue CD haben sich die beiden noch Verstärkung ins Boot geholt. Matthias Schramm, der frühere Silly-Bassist, wird die Scheibe produzieren und selbst ein paar Passagen mit einspielen.
Bei der Frage, was sich Pension Volkmann für die Zukunft wünscht, sagt Peter Butschke noch augenzwinkernd, dass sie gern einmal den Menschen zwischen Hamburg und Kempen ihre Lieder vortragen möchten. Immerhin waren sie ja in Zeiten des WWW auf „Welttournee". Ein Wunsch, den sicher auch viele Künstler aus dieser Region mit umgekehrtem Richtungssinn haben.