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Junge Welt - November 1978 |
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"Drachentöter" ein Publikumsliebling |
| Bei RHYTHMUS 78 dabei: Die Gruppe REFORM |
| Ingeborg Dittmann |
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Mit von der Partie bei Rhythmus 78 am 23.
November im Palast der Republik wird auch die Gruppe REFORM aus Magdeburg
sein. REFORM - diesen Namen eines neuen Stadtteils von Magdeburg gaben
sich vor rund drei Jahren fünf Musiker, als sie - allesamt aus so
profilierten Gruppen wie Lift, Electra oder der Stern-Combo-Meißen kommend
- eine neue Band gründeten.
Dazu gehören heute: Stefan Trepte (Gesang, Keyboards), Werner Kunze (Gitarre, Keyboards), Peter Piele (Schlagzeug, Gesang), Jörg Blankenburg (Gitarre) und Jörg Dobbersch (Bassgitarre). Orientierten sie sich anfangs noch sehr an internationalen Vorbildern wie King Crimson, Pink Floyd und Genesis, fanden sie schon bald durch schöpferische Arbeit, das Einbeziehen der musikalischen Potenzen jedes Einzelnen, zu einem eigenen Stil. Ausdruck dafür sind eine Vielzahl von Eigenkompositionen, die allesamt in den Wertungssendungen des Rundfunks auf vorderen Plätzen standen und auch durchs Fernsehen (Rund, Jugendklub TV 2) bekannt wurden: "Nebel", "Drachentöter", "Der Tod und das Mädchen", "Ich suche dich", "Wie im Film", "Mein Freund". REFORM macht eine sehr melodische, liedhafte Rockmusik. Und die dynamische Gestaltung ihrer Lieder, der ständige Wechsel von lauten und leisen Tönen und das disziplinierte Zusammenspiel aller schaffen ein differenziertes Klangbild, das u.a. auch von zwei Leadgitarren bestimmt wird. Die meisten musikalischen Einfälle kommen von Stefan oder Werner. Stefan Trepte, den viele sicher von seiner Lift - Zeit her gut in Erinnerung haben, bestimmt überhaupt durch sein musikalisches und gesangliches Können ganz entscheidend das Profil der Gruppe mit. Es ist schon beeindruckend zu hören, mit welcher Ausdruckskraft und feinsten Nuancierungen er ein Lied zu interpretieren vermag. Jüngst habe ich REFORM im Konzert (vor NVA - Angehörigen) und zu einer Tanzveranstaltung während der VI. FDJ - Werkstatt Jugendtanzmusik in Suhl erlebt. Daher ist mir ihre Lichtshow in angenehmer Erinnerung, die nicht aufgesetzt und übertrieben erscheint, sondern ihr musikalisches Anliegen unterstützt, Akzente setzt. Und das gehört schließlich zu einem runden Konzertprogramm, ebenso wie verständliche, lebensnahe und realistische Texte, die im Gefühls - und Gedankenbereich junger Leute angesiedelt sind und auf die REFORM großen Wert legt (Ingeborg Branoner schreibt diese für sie). Solche z.B. - wie "Ich suche dich" und "Mein Freund" - sind zu hören auf der in diesem Monat erscheinen AMIGA-Single. |