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Reise zum Mittelpunkt des Menschen |
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Stern Meissen |
Lyrik |
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Komp. Thomas Kurzhals |
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Text: Kurt Demmler |
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Hinwendung |
| Manchmal im Gewühl in der Tage Hast, |
| seh` ich den ich such, einen andern Menschen. |
| Treff ich eine Stirn, einen Wimpernschlag, |
| treff` ich einen Blick, der nach meinem Blick schreit. |
| Hält mich nicht zurück, ein Gesicht von Ton, |
| das Kleid der Eitelkeit, der Schild aus Spott und Hohn. |
| Halt ich meinen Mut gegen fremde Angst, |
| such ich den, den ich seh, einen andern Menschen. |
| Fahr ich zu ihm ein wie in einen Berg. |
| Meine Sehnsucht trägt mich |
| in seine Tiefe, Stille, Wärme , Weite, |
| Kinderzeit, Geborgenheit. |
| Fahr ich zu ihm ein wie in einen Berg, |
| find ich zu ihm, find ich zu mir. |
| Find ich in zehntausend Jahre. |
| Fahre ich ein in alle Menschenzeit. |
| Die in uns ruht, die uns erregt, |
| die uns bewegt, |
| Menschenzeit. |
| Menschenzeit im Tropfsteinkleid, |
| bizarr und starr, was lebend war, |
| Menschenzeit in Frust und Leid. |
| Verzicht und Gier, was blieb sind wir. |
| Menschenzeit schwingt in uns fort, |
| weit und breit, die höchste Zeit. |
| Innenwelt |
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Und da blühn fremde Blumen, |
| noch nie hier erblüht, |
| warum blühn sie nicht draußen, |
| wo jeder sie sieht. |
| Und da ziehn fremde Vögel |
| in Schönheit vorbei, |
| warum ziehn sie nicht draußen |
| im sonnigen Mai. |
| Und da wehn fremde Worte |
| auf mich zart wie Schnee, |
| nicht so mühsam wie draußen, |
| so ängstlich und weh. |
| Und da stehn fremde Menschen |
| auf einmal mir nah, |
| nicht so grußlos wie draußen |
| und wie gar nicht da. |
| Blumen, noch nie konnt ich die sehn. |
| Vögel im Flug, nie noch so schön, |
| Worte wie Schnee, zart unberührt, |
| Menschen so nah, mir zugeführt. |
| Lass doch heraus, was da geschieht, |
| die Schönheit will, das sie jeder sieht, |
| ja, das sie jeder sieht. |
| Die Schönheit will, das sie jeder sieht, |
| ja das sie jeder sieht, |
| jeder sieht, jeder sieht. |
| Menschenzeit |
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Manchmal im Gewühl, in der Tage Hast |
| seh ich den, den ich such, |
| einen andern Menschen, |
| such in den ich seh, |
| hält er mich nicht auf. |
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Fahr ich zu ihm ein, in zehntausend Jahre, |
| fahre ich ein, in alle Menschenzeit, |
| die in uns ruht, so tief und gut, |
| Menschenzeit im Tropfsteinkleid. |
| Bizarr und starr, was lebend war, |
| Menschenzeit in Frust und Leid, |
| Verzicht und Gier, |
| was blieb sind wir. |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.