Ruhe bewahr `n

V.Fischer

Lyrik

Komp.  Andreas Bicking

Text:  Werner Karma

 
Ich hab den Mercedes Benz
An den Baum gelenkt
Ohne Auto ist die Welt
Viel tiefer, als man denkt
Ich steig in die U-Bahn runter
Muss von A nach B
Eine fast vergess’ne Welt
Die ich da wiederseh
Plötzlich fällt der Strom aus
Und der Zug bleibt schlingernd steh’n
Und dann sagt die Notbeleuchtung
Leis „Auf Wiederseh’n“
 
Wir warten in der Dunkelheit
Auf einmal fängt was an:
Etwas Warmes, Weiches kommt
Und schmiegt sich an mich ran
Dunkle Hände fahr’n mir sanft
Übers Haar dabei
Und ein dunkler, heißer Mund
Macht, dass ich nicht schrei
Meine dunkle Seele schwankt
Ein wenig hin und her
Doch die Furcht wird weniger
Und die Lust wird mehr
 
Ruhe bewahr’n bei Stromausfällen
Ruhe bewahr’n,  wenn’s brennt
Ruhe bewahr’n! Der U-Bahn-Präsident
 
Ich bin noch ganz atemlos
Da geh’n die Lampen an
Um mich rum sind lauter Frau’n
Aber gar kein Mann
Wer von euch hat das gemacht?
Wer hat mich geküsst?
Es war gut, fast wie ein Traum
Wenn ich’s nicht besser wüsst
Alle schau’n zum Boden
Oder aus’m Fenster raus
Spielen Katz und Maus
Und ich steig mit weichen Knie’n

 Aus der U-Bahn aus

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.