Schlange

Demmler

Lyrik

Komp. & Text: Kurt Demmler

 
... Danke. Dankeschön... Kommen ja noch 'n paar, kommen ja noch 'n paar – haltet ihr noch aus?
 
Der kleine Prinz ist ja am Ende seiner Reise. Nun wußte er auch, wo es am Besten für ihn war. Er wollte zurück, auf seinen Planeten, zu seiner Blume. Er ging an die Stelle in der Wüste, wo die wilden Vögel ihn damals abgesetzt hatten, wartete auf dieselben, die kamen nicht, ließen auf sich warten, kamen nicht. Das hatte vielleicht ökologische Ursachen...
 
Eines Tages, aus der heißen Tiefe des Wüstensandes sprach ihn eine feine, spitze Stimme an. Es war die der Wüstenschlange. Und sie meinte, sie wäre wohl nun die letzte, die ihm noch helfen könnte, zurückzukommen auf seinen Stern. Allerdings: seinen Körper, den müsse er hierlassen, der wäre ihr zu schwer für den weiten Transport...
 
Und wenn man auf die Schlange trifft
Der erste Biß soll es entscheiden
Der zweite Biß hat zuwenig Gift
der macht nur langes Leiden
Denn wenn es sein soll sei es kurz
Kein Warten mit der Augenbinde
und dass der Körper auf seinem Sturz
den Schmerz nicht mehr empfinde
 
Dass irgendwo im Wüstensand
in unbekannter Sekunde
ein kleiner gelblicher Blitz gewandt

mir schlagt die letzte Wunde

mir schlagt die letzte Wunde
Und wenn man auf die Schlange trifft
Der erste Biß soll es entscheiden
Der zweite Biß hat zuwenig Gift
der macht nur langes Leiden
der macht nur langes Leiden

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.