Schlaraffenland

A.Schmidt

Lyrik

Komp. Arno Schmidt

Text: Ed Stuhler

 

Rapunzel hat den Prinz vergessen.

Dornröschen ist allein erwacht.
Die Schöne hat das Biest gefressen.
Die Weiber greifen nach der Macht.
 

Schneewittchen und die sieben Zwerge

verkehren nur noch vor Gericht.
Und tief im dunklen dunklen Berge
treibt Rosenrot es mit dem Wicht.
 

Doch damals im Schlaraffenland

war die Welt noch in Rand in Band,
überall Strände und weiß er Sand.
 

 An jeder Ecke ein Musikant,

 lustige Sprüche an jeder Wand -
 Schlaraffenland ist abgebrannt.
 

Was waren das für schöne Zeiten,

jedermann nahm sich, was er fand.
Und niemals gab es Streitigkeiten,
Gewalt war völlig unbekannt.
 

Die nette Hexe gab für Hänschen

und Gretel jeden Tag ein Fest.
Der Wolf macht' mit den Geislein Tänzchen,
hat zärtlich sie ans Herz gepreßt.
 

Doch damals im Schlaraffenland

war die Welt noch in Rand in Band,
überall Strände und weiß er Sand.
 

An jeder Ecke ein Musikant,

 lustige Sprüche an jeder Wand -
Schlaraffenland ist abgebrannt.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.