Schlüsselkind

NO 55

 

Lyrik

 

Komp. Gisbert Piatkowski

 

Text: Werner Karma

 

Ich war so lang ich denken kann ein Schlüsselkind.

Und niemand hat mich je gefragt
wie ich das wohl find `.
Die Alten hatten wenig Zeit für ihren Sohn
und kamen sie gestresst nach Haus
schlief ich meistens schon.
Ich war so lang ich denken kann auf mich gestellt.
So war die Welt in die ich kam
keine heile Welt.
So kommt es das ich heute noch
an Ecken stoss.
Und alle Leute wundern sich,
woran liegt das bloß ?
 

Die Schlüssel hängen mir am Hals

wie ein Gewicht.
Doch Mutters und weder Vaters Herz
öffnen sie mir nicht.
Ich weiß ich hab` sie mal gefragt
ob in jener Nacht
Liebe zwischen ihnen war
als sie mich gemacht.
 

Ich war so lang ich denken kann ein Schlüsselkind.

Und jetzt such ich bis ich irgendwann
meinen eig `nen Schlüssel find.
An diesem Tag befrei ich mich
aus meiner Haut
und alle Wünsche werden wahr
die sich angestaut.
 

Die Schlüssel hängen mir am Hals

wie ein Gewicht.
Doch Mutters und weder Vaters Herz
öffnen sie mir nicht.
Ich weiß ich hab` sie mal gefragt
ob in jener Nacht
Liebe zwischen ihnen war
als sie mich gemacht.
 

Ich war ein Schlüsselkind.

Ich war ein Schlüsselkind.
Ich war ein Schlüsselkind.
...

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.