Sei willkommen

G.Schöne

Lyrik

Komp. Gerhard Schöne

Text: Gerhard Schöne

Nahe unter Mutters Herzen

schwebt er leicht, der kleine Träumer.

Bald beginnt die schwere Reise.

Bald betritt er den Planeten.

Jetzt muss er sich vorbereiten,

das heißt er muss wachsen, schlafen,

das heißt er muss sich bewegen

und dann auf die Landung warten.

 

Sei willkommen hier auf Erden.

Du sollst werden glücklich.

Wo wirst du die Welt betreten,

wird man dich auf Kissen betten?

Schläfst  du in Kartons aus Pappe

 

Wie wird man dich hier empfangen,

mit dem Bandmaß und der Waage,

mit Umarmungen und Küssen?

Wird man lachen oder fluchen?

 

Wirst du eine Nummer kriegen

oder einen Kosenamen?

Wirst du Hungerschreie hören

oder Schlager aus dem Radio?

Werden sie dich lieben, achten

oder wollen sie dich dressieren?

Wirst du stehlen lernen müssen

oder Schokolade essen?

 

Hast du das Signal vernommen...

 

Wirst du einst umjubelt werden

oder lebst du unbeachtet?

Bist du eingeplant fürs Schlachtfeld

oder wirst du selbst befehlen?

wirst du aufstehn gegen Unrecht

oder wirst du schweigend dulden?

Werden sie dich wachsen lassen,

zu dem Menschen, der du sein willst?

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.