Siegen

A.Schmidt

Lyrik

Komp. Arno Schmidt

Text: Ed Stuhler

Und wo bist du geblieben?

Du warst doch so nah dran!
Was hat dich abgetrieben?
Woran lag es, woran?
 

Wars einfach nur Verpassen?

Hast du den Zug verpennt?
Hat dich der Mut verlassen,
im passenden Moment?
 

Woran kann es nur liegen?

Was hast du falsch gemacht?
Hast du vor lauter Siegen
nicht an dich selbst gedacht?
 

Du warst doch bei den Rufern,

euphorisch vorm Chateau:
Auf auf zu neuen Ufern!
Wo sind die Ufer, wo?
 

Nie wieder mit zwei Zungen!

Nie wieder Kompromiß !
Viel ist dir nicht gelungen
und stumpf ist dein Gebiß .
 

Die Schönen und die Lauten

sind längst nicht mehr an Bord.
Und die sich heut noch outen,
die sind vom Fenster fort.
 

Verträumt die Utopien,

verloren Freund und Feind.
Die einst mit dir geschrieen,
längst gegen dich vereint.
 

Und wo bist du geblieben?

Du warst doch so nah dran!
Was hat dich abgetrieben?
Woran lag es, woran?
 

Sag, wolltest du nicht siegen?

Hast du kein Bock auf Held?
Ist dir nicht beizubiegen,
daß nur der Sieger zählt.
 

Und wo bist du geblieben?

Du warst doch so nah dran!
Was hat dich abgetrieben?
 

Und wo bist du geblieben?

 

Und wo bist du geblieben?

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.