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Sonnabend in der Kaufhalle |
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Thalheim |
Lyrik |
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Komp. Barbara Thalheim |
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Text: Fritz-Jochen Kopka |
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Auf der Bank vor der Tür sitzen Männer und Frauen |
| In schmutzigen Kleidern und leben vom Bier |
| Sie lächeln auf ihren dunklen Gesichtern |
| Einverständnisse zwischen Mensch und Tier |
| Am Eingang staun sich nervöse Leute |
| Wo wird denn endlich ein Wagen leer |
| Im Überdruck platzt eine Brauseflasche |
| Wo kriegt man jetzt wieder’ n Lappen her |
| Und eh die Topmusikstimme verblüht |
| Singt plötzlich Ray Charles ein heiliges Lied |
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Sonnabend |
| Sonnabend in der Kaufhalle |
| Wir machen uns frei von den Wochentagen |
| Sonnabend |
| Sonnabend in der Kaufhalle |
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Die Herrin des Leerguts ist guter Hoffnung |
| Sie kriegt zu Hause Telefon |
| Dann lebt sie nicht mehr so verlassen |
| Und meistert die Kommunikation |
| Ein trauriger Mann legt Wein in den Wagen |
| Die Falten graben sich tiefer ein |
| Er wird ihn wohl alleine trinken |
| I can’t stop loving bulgarischer Wein |
| Und weil es in meiner Seele zieht |
| Singe ich mit am heiligen Lied |
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Sonnabend |
| Sonnabend in der Kaufhalle |
| Wir machen uns frei von den Grundsatzfragen |
| Sonnabend |
| Sonnabend in der Kaufhalle |
| Die ersten Paletten werden raus gefahren |
| Der Warenbeweger mit’m Gabelstaplerschein |
| träumt von Karrieren im siebten Himmel |
| Der soll jetzt gleich vor der Haustür sein |
| Die alte Woche will einfach nicht sterben |
| Man sucht und trifft das Bekannte an |
| Ein Wagen kippt um das Glas geht in Scherben |
| Und in die Lache fällt haltlos ein Mann |
| An einer Kasse wird nur noch kassiert |
| Weil fast jeder Weg in den Westen führt |
| Sonnabend |
| Sonnabend in der Kaufhalle |
| Wir machen uns frei von den Undankbaren |
| Sonnabend |
| Sonnabend in der Kaufhalle |
| Rotkohl Weißkohl helle Schar |
| Alle Köpfe sind schon da |
| Schrotbrot Toastbrot Bauernbrot |
| Nicht ein Huhn litt jemals Not |
| Vollkorn Graham und Reform |
| Unser Fortschritt ist enorm |
| Alle Räder stehen still |
| Wenn dein starker Arm es will |
| Eines sieht wie alles aus |
| Innerhalb des selben Baus |
| Blutwurst Gutwurst Wutblutwurst |
| Adlershofer für den Durst |
| Fleischblutwurst und Sülzfleischwurst |
| Schweinekopffleisch in Aspik |
| Klingt schon wie ein halber Sieg |
| Edel sei das Edelfleisch |
| Langsam wird ein jeder reich |
| Manntje Manntje Timpe Te |
| Schweinekopfsülzwurst in der See |
| Meine Frau die Ilsebill |
| Will nicht so wie ich wohl will |
| Alle Büchsen bleiben zu |
| Außer von der schlanken Kuh |
| Ja was will was will sie dann |
| Sülz um Sülze Zahn um Zahn |
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Sonnabend |
| Sonnabend in der Kaufhalle |
| Wir werden die reinen Vegetare |
| Sonnabend |
| Sonnabend in der Kaufhalle |
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Auf der Bank vor der Tür sitzen Männer und Frauen |
| Das Pfandgeld gibt immer mal noch ein Bier |
| Sie feiern ihr freies Leben im Freien |
| Sie leben am selbstverständlichsten hier |
| Für sie ist gar keine Zeit vergangen |
| Ihr Lächeln die plötzliche Hysterie |
| Die dunklen Gesichter die schmutzigen Kleider |
| und einer war mal ein dreiviertel Genie |
| Er hat seine Hand wohl immer am Glied |
| und singt ein verdammtes heiliges Lied |
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Sonnabend |
| Sonnabend vor der Kaufhalle |
| Wir machen uns frei von den Freiheitsfragen |
| Ein jeder kann doch nur das seine sagen |
| Sonnabend |
| Sonnabend in der Kaufhalle |
Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.