Stadtgesicht

Reform

Lyrik

Komp. Stephan Trepte

Text: Ingeburg Branoner

Ich bin ein Stadtgesicht,

genau wie du eins bist.
Ich steh` an meiner Werkbank
wie du an deiner stehst.
Ich bin ein Stadtgesicht,
lebe in Beton und Lärm
Wenn mich die Stadt auch nervt,
sie würde mir doch fehlen.
 

Ich bin ein Stadtgesicht,

man sieht es mir auch an.
Vom Morgen bis zum Abend,
da wird die Woche lang.
Ich bin ein Stadtgesicht,
Sonne reicht bloß bis zum Hals.
und unter `m bunten Hemd
da bin ich bleich.
 

Doch alle tollen Tage flipp` ich aus,

muss ich mit andern Stadtgesichtern raus.
Dann brauch` ich unter meinen Sohlen Gras,
brauch Sonne, Wind und Sand und Regenspass.
 

Ich bin ein Stadtgesicht

mit Bauern um mich her.
Der Himmel ziemlich eng,
fünf Stunden bis zum Meer.
Ich bin ein Stadtgesicht
mit heiß gelauf `nen Schuh `n
wenn ich die abends auszieh`
hab ich genug vom toben.
 

Doch alle tollen Tage flipp` ich aus,

muss ich mit andern Stadtgesichtern raus.
Dann brauch` ich unter meinen Sohlen Gras,
brauch Sonne, Wind und Sand und Regenspass.
 

Straßenlärm - Benzingestank,

ach, ich lebe - Gottseidank.
 

Ich bin ein Stadtgesicht,

mit Mauern um mich her.
Der Himmel ziemlich eng,
fünf Stunden bis zum Meer.
Ich bin ein Stadtgesicht
mit heiß gelauf `nen Schuh `n
wenn ich die abends auszieh`
hab ich genug vom toben.
 

Doch alle tollen Tage flipp` ich aus,

muss ich mit andern Stadtgesichtern raus.
Dann brauch` ich unter meinen Sohlen Gras,
 

Doch alle tollen Tage flipp` ich aus,

muss ich mit andern Stadtgesichtern raus.
Dann brauch` ich unter meinen Sohlen Gras,
brauch Sonne, Wind und Sand und Regenspass.
brauch Sonne, Wind und Sand und Regenspass.

Hinweis: Der hier aufgeführte Text entstammt keiner gedruckten Publikation, sondern wurden von den Originalaufnahmen abgehört. Für ihre hundertprozentige Richtigkeit kann deshalb keine Garantie übernommen werden.